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Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung in den von Dürre und/oder Wüstenbildung schwer betroffenen Ländern, insbesondere in Afrika
Anlage IV


Anlage über die regionale Durchführung in der Region nördliches Mittelmeer

Zweck


Art. 1

Zweck dieser Anlage ist es, Leitlinien und Regelungen für die wirksame Durchführung des Übereinkommens in den Vertragsparteien der Region nördliches Mittelmeer, die betroffene Länder sind, unter Berücksichtigung ihrer besonderen Bedingungen festzulegen.

Besondere Bedingungen der Region nördliches Mittelmeer


Art. 2

Die in Artikel 1 genannten besonderen Bedingungen der Region nördliches Mittelmeer umfassen
a) semiaride klimatische Bedingungen, die weite Gebiete betreffen, jahreszeitliche Dürren, sehr stark schwankende Regenmengen sowie plötzliche, sehr ergiebige Regenfälle;
b) schlechte, erosionsanfällige Böden, die durch Oberflächenverkrustung gefährdet sind;
c) unebene Geländeform mit steilen Hängen und sehr unterschiedlichen Landschaften;
d) umfangreiche Verluste an Waldbestand aufgrund häufiger Waldbrände;
e) Krisen in der traditionellen Landwirtschaft in Verbindung mit Landflucht und einer Verschlechterung der Strukturen zum Schutz von Boden und Wasser,
f) nichtnachhaltige Ausbeutung von Wasserressourcen, die zu ernsten Umweltschäden führt, einschliesslich chemischer Verschmutzung sowie Versalzung und Erschöpfung wasserführender Schichten;
g) Konzentration der Wirtschaftstätigkeit in Küstengebieten infolge des Wachstums von Städten, gewerblicher Tätigkeiten, des Fremdenverkehrs und der Bewässerungslandwirtschaft.

Rahmen für die strategische Planung einer nachhaltigen Entwicklung


Art. 3

1. Nationale Aktionsprogramme sind ein wesentlicher Bestandteil des Rahmens für die strategische Planung einer nachhaltigen Entwicklung von Vertragsparteien der Region nördliches Mittelmeer, die betroffene Länder sind.
2. Ein beteiligungsorientierter Beratungsprozess wird unter Einbeziehung geeigneter Verwaltungsebenen, örtlicher Gemeinschaften und nichtstaatlicher Organisationen eingeleitet mit dem Ziel, nach Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe f des Übereinkommens Orientierungshilfen im Hinblick auf eine Strategie zu bieten, die durch flexible Planung gekennzeichnet ist, um die grösstmögliche Beteiligung auf örtlicher Ebene zu erreichen.

Verpflichtung zur Ausarbeitung nationaler Aktionsprogramme und Zeitplan


Art. 4

Die Vertragsparteien der Region nördliches Mittelmeer, die betroffene Länder sind, arbeiten nationale Aktionsprogramme und gegebenenfalls subregionale, regionale oder gemeinsame Aktionsprogramme aus. Die Ausarbeitung dieser Programme wird so bald wie möglich abgeschlossen.

Ausarbeitung und Durchführung nationaler Aktionsprogramme


Art. 5

Bei der Ausarbeitung und Durchführung nationaler Aktionsprogramme nach den Artikeln 9 und 10 des Übereinkommens wird jede Vertragspartei der Region, die ein betroffenes Land ist, gegebenenfalls wie folgt tätig:
a) Sie benennt geeignete Stellen, die für die Ausarbeitung, Koordinierung und Durchführung ihres Programms verantwortlich sind;
b) sie bezieht betroffene Bevölkerungsgruppen, einschliesslich örtlicher Gemeinschaften, in die Ausarbeitung, Koordinierung und Durchführung des Programms durch Beratungen auf örtlicher Ebene unter Mitwirkung örtlicher Behörden und einschlägiger nichtstaatlicher Organisationen ein;
c) sie untersucht den Zustand der Umwelt in betroffenen Gebieten, um die Ursachen und Folgen der Wüstenbildung zu beurteilen und Schwerpunktbereiche für ihr Vorgehen festzulegen;
d) sie bewertet mit Beteiligung betroffener Bevölkerungsgruppen frühere und laufende Programme, um eine Strategie zu entwerfen und Tätigkeiten für das Aktionsprogramm zu bestimmen;
e) sie erarbeitet technische und finanzielle Programme auf der Grundlage der Informationen, die aus den unter den Buchstaben a-d genannten Tätigkeiten abgeleitet sind;
f) sie entwickelt Verfahren und Eckwerte zur Überwachung und Bewertung der Durchführung des Programms und wendet sie an.

Inhalt nationaler Aktionsprogramme


Art. 6

Die Vertragsparteien der Region, die betroffene Länder sind, können in ihre nationalen Aktionsprogramme Massnahmen aufnehmen, die sich auf folgendes beziehen:
a) die Bereiche Gesetzgebung, Institutionen und Verwaltung;
b) Formen der Landnutzung, die Bewirtschaftung von Wasserressourcen, Schutz der Böden, Forstwirtschaft, Landbautätigkeiten sowie die Bewirtschaftung von Wiesen und Weideland;
c) die Bewirtschaftung und Erhaltung der wildlebenden Pflanzen und Tiere sowie anderer Formen der biologischen Vielfalt;
d) den Schutz vor Waldbränden;
e) die Förderung alternativer Möglichkeiten der Existenzsicherung;
f)  die Bereiche Forschung, Ausbildung und öffentliches Bewusstsein.

Subregionale, regionale und gemeinsame Aktionsprogramme


Art. 7

1. Die Vertragsparteien der Region, die betroffene Länder sind, können im Einklang mit Artikel 11 des Übereinkommens subregionale und/oder regionale Aktionsprogramme zur Ergänzung nationaler Aktionsprogramme und zur Erhöhung ihrer Wirksamkeit ausarbeiten und durchführen. Zwei oder mehr Vertragsparteien der Region, die betroffene Länder sind, können ebenso vereinbaren, ein gemeinsames Aktionsprogramm auszuarbeiten.
2. Die Artikel 5 und 6 gelten für die Ausarbeitung und Durchführung subregionaler, regionaler und gemeinsamer Aktionsprogramme entsprechend. Ausserdem können solche Programme die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in bezug auf ausgewählte Ökosysteme in betroffenen Gebieten umfassen.
3. Bei der Ausarbeitung und Durchführung subregionaler, regionaler oder gemeinsamer Aktionsprogramme werden die Vertragsparteien der Region, die betroffene Länder sind, gegebenenfalls wie folgt tätig:
a) Sie bestimmen in Zusammenarbeit mit nationalen Institutionen nationale Ziele bezüglich der Wüstenbildung, die durch solche Programme besser erreicht werden können, sowie einschlägige Tätigkeiten, die durch sie wirksam durchgeführt werden könnten;
b) sie bewerten die operationellen Fähigkeiten und Tätigkeiten einschlägiger regionaler, subregionaler und nationaler Institutionen;
c) sie beurteilen zwischen Vertragsparteien der Region vereinbarte Programme im Zusammenhang mit der Wüstenbildung und ihr Verhältnis zu nationalen Aktionsprogrammen.

Koordinierung subregionaler, regionaler und gemeinsamer Aktionsprogramme


Art. 8

Die Vertragsparteien, die betroffene Länder sind und die ein subregionales, regionales oder gemeinsames Aktionsprogramm ausarbeiten, können einen Koordinierungsausschuss einsetzen, der sich aus Vertretern jeder Vertragspartei, die ein betroffenes Land ist, zusammensetzt und die Aufgabe hat, Fortschritte bei der Bekämpfung der Wüstenbildung zu überprüfen, nationale Aktionsprogramme aufeinander abzustimmen, in den verschiedenen Phasen der Ausarbeitung und Durchführung des subregionalen, regionalen oder gemeinsamen Aktionsprogramms Empfehlungen abzugeben und im Einklang mit den Artikeln 16-19 des Übereinkommens als Zentrum für die Förderung und Koordinierung der technischen Zusammenarbeit zu dienen,

Begrenzung des Anspruchs auf finanzielle Unterstützung


Art. 9

Bei der Durchführung nationaler, subregionaler, regionaler und gemeinsamer Aktionsprogramme können Vertragsparteien der Region, die betroffene entwickelte Länder sind, keine finanzielle Unterstützung im Rahmen dieses Übereinkommens in Anspruch nehmen.

Koordinierung mit anderen Subregionen und Regionen


Art. 10

Subregionale, regionale und gemeinsame Aktionsprogramme in der Region nördliches, Mittelmeer können in Verbindung mit denen anderer Subregionen oder Regionen, insbesondere mit denen der Subregion nördliches Afrika, ausgearbeitet und durchgeführt werden.


Geltungsbereich am 26. Januar 20111

 

 

 

 

 
Vertragsstaaten
Ratifikation
Beitritt (B)

Inkrafttreten


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Afghanistan
1. November
1995 B
26. Dezember
1996
Ägypten
7. Juli
1995
26. Dezember
1996
Albanien
27. April
2000 B
26. Juli
2000
Algerien*
22. Mai
1996
26. Dezember
1996
Andorra
15. Juli
2002 B
13. Oktober
2002
Angola
30. Juni
1997
28. September
1997
Antigua und Barbuda
6. Juni
1997
4. September
1997
Äquatorialguinea
27. Juni
1997
25. September
1997
Argentinien
6. Januar
1997
6. April
1997
Armenien
2. Juli
1997
30. September
1997
Aserbaidschan
10. August
1998 B
8. November
1998
Äthiopien
27. Juni
1997
25. September
1997
Australien
15. Mai
2000
13. August
2000
Bahamas
10. November
2000 B
8. Februar
2001
Bahrain
14. Juli
1997 B
12. Oktober
1997
Bangladesch
26. Januar
1996
26. Dezember
1996
Barbados
14. Mai
1997 B
12. August
1997
Belarus
29. August
2001 B
27. November
2001
Belgien
30. Juni
1997 B
28. September
1997
Belize
23. Juli
1998 B
21. Oktober
1998
Benin
29. August
1996
26. Dezember
1996
Bhutan
20. August
2003 B
18. November
2003
Bolivien
1. August
1996
26. Dezember
1996
Bosnien und Herzegowina
26. August
2002 B
24. November
2002
Botsuana
11. September
1996
26. Dezember
1996
Brasilien
25. Juni
1997
23. September
1997
Brunei
4. Dezember
2002 B
4. März
2003
Bulgarien
21. Februar
2001 B
22. Mai
2001
Burkina Faso
26. Januar
1996
26. Dezember
1996
Burundi
6. Januar
1997
6. April
1997
Chile
11. November
1997
9. März
1998
China
18. Februar
1997
19. Mai
1997
Cook-Inseln
21. August
1998 B
19. November
1998
Costa Rica
5. Januar
1998
5. April
1998
Côte d'Ivoire
4. März
1997
2. Juni
1997
Dänemark
22. Dezember
1995
26. Dezember
1996
Deutschland
10. Juli
1996
26. Dezember
1996
Dominica
8. Dezember
1997 B
8. März
1998
Dominikanische Republik
26. Juni
1997 B
24. September
1997
Dschibuti
12. Juni
1997
10. September
1997
Ecuador
6. September
1995
26. Dezember
1996
El Salvador
27. Juni
1997 B
25. September
1997
Eritrea
14. August
1996
26. Dezember
1996
Europäische Union*
26. März
1998
24. Juni
1998
Fidschi
26. August
1998 B
24. November
1998
Finnland
20. September
1995
26. Dezember
1996
Frankreich
12. Juni
1997
10. September
1997
Gabun
6. September
1996 B
26. Dezember
1996
Gambia
11. Juni
1996
26. Dezember
1996
Georgien
23. Juli
1999
21. Oktober
1999
Ghana
27. Dezember
1996
27. März
1997
Grenada
28. Mai
1997 B
26. August
1997
Griechenland
5. Mai
1997
3. August
1997
Guatemala*
10. September
1998 B
9. Dezember
1998
Guinea
23. Juni
1997
21. September
1997
Guinea-Bissau
27. Oktober
1995
26. Dezember
1996
Guyana
26. Juni
1997 B
24. September
1997
Haiti
25. September
1996
26. Dezember
1996
Honduras
25. Juni
1997
23. September
1997
Indien
17. Dezember
1996
17. März
1997
Indonesien
31. August
1998
29. November
1998
Irak
28. Mai
2010 B
26. August
2010
Iran
29. April
1997
28. Juli
1997
Irland
31. Juli
1997
29. Oktober
1997
Island
3. Juni
1997 B
1. September
1997
Israel
26. März
1996
26. Dezember
1996
Italien
23. Juni
1997
21. September
1997
Jamaika
12. November
1997 B
10. März
1998
Japan
11. September
1998
10. Dezember
1998
Jemen
14. Januar
1997 B
14. April
1997
Jordanien
21. Oktober
1996
19. Januar
1997
Kambodscha
18. August
1997
16. November
1997
Kamerun
29. Mai
1997
27. August
1997
Kanada
1. Dezember
1995
26. Dezember
1996
Kap Verde
8. Mai
1995
26. Dezember
1996
Kasachstan
9. Juli
1997
7. Oktober
1997
Katar
15. März
1999 B
13. Juni
1999
Kenia
24. Juni
1997
22. September
1997
Kirgisistan
19. September
1997 B
18. Dezember
1997
Kiribati
8. September
1998 B
7. Dezember
1998
Kolumbien
8. Juni
1999
6. September
1999
Komoren
3. März
1998
1. Juni
1998
Kongo (Brazzaville)
12. Juli
1999
10. Oktober
1999
Kongo (Kinshasa)
12. September
1997
11. Dezember
1997
Korea (Nord-)
29. Dezember
2003 B
28. März
2004
Korea (Süd-)
17. August
1999
15. November
1999
Kroatien
6. Oktober
2000
4. Januar
2001
Kuba
13. März
1997
11. Juni
1997
Kuwait*
27. Juni
1997
25. September
1997
Laos
20. September
1996
26. Dezember
1996
Lesotho
12. September
1995
26. Dezember
1996
Lettland
21. Oktober
2002 B
19. Januar
2003
Libanon
16. Mai
1996
26. Dezember
1996
Liberia
2. März
1998 B
31. Mai
1998
Libyen
22. Juli
1996
26. Dezember
1996
Liechtenstein
29. Dezember
1999 B
28. März
2000
Litauen
25. Juli
2003 B
23. Oktober
2003
Luxemburg
4. Februar
1997
5. Mai
1997
Madagaskar
25. Juni
1997
23. September
1997
Malawi
13. Juni
1996
26. Dezember
1996
Malaysia
25. Juni
1997
23. September
1997
Malediven
3. September
2002 B

 

 
Mali
31. Oktober
1995
26. Dezember
1996
Malta
30. Januar
1998
30. April
1998
Marokko
7. November
1996
5. Februar
1997
Marshallinseln
2. Juni
1998 B
31. August
1998
Mauretanien
7. August
1996
26. Dezember
1996
Mauritius
23. Januar
1996
26. Dezember
1996
Mazedonien
6. März
2002 B
4. Juni
2002
Mexiko
3. April
1995
26. Dezember
1996
Mikronesien
25. März
1996
26. Dezember
1996
Moldau
10. März
1999 B
8. Juni
1999
Monaco
5. März
1999 B
3. Juni
1999
Mongolei
3. September
1996
26. Dezember
1996
Montenegro
4. Juni
2007 B
2. September
2007
Mosambik
13. März
1997
11. Juni
1997
Myanmar
2. Januar
1997 B
2. April
1997
Namibia
16. Mai
1997
14. August
1997
Nauru
22. September
1998 B
21. Dezember
1998
Nepal
15. Oktober
1996
13. Januar
1997
Neuseeland* a
7. September
2000 B

 

 
Nicaragua
17. Februar
1998
18. Mai
1998
Niederlande* b
27. Juni
1995
26. Dezember
1996
Niger
19. Januar
1996
26. Dezember
1996
Nigeria
8. Juli
1997
6. Oktober
1997
Niue
14. August
1998 B
12. November
1998
Norwegen
30. August
1996
26. Dezember
1996
Oman
23. Juli
1996 B
26. Dezember
1996
Österreich*
2. Juni
1997 B
31. August
1997
Pakistan
24. Februar
1997
25. Mai
1997
Palau
15. Juni
1999 B
13. September
1999
Panama
4. April
1996
26. Dezember
1996
Papua-Neuguinea
6. Dezember
2000 B
6. März
2001
Paraguay
15. Januar
1997
15. April
1997
Peru
9. November
1995
26. Dezember
1996
Philippinen
10. Februar
2000
10. Mai
2000
Polen
14. November
2001 B
12. Februar
2002
Portugal
1. April
1996
26. Dezember
1996
Ruanda
22. Oktober
1998
20. Januar
1999
Rumänien
19. August
1998 B
17. November
1998
Russland
29. Mai
2003 B
27. August
2003
Salomoninseln
16. April
1999 B
15. Juli
1999
Sambia
19. September
1996
26. Dezember
1996
Samoa
21. August
1998 B
19. November
1998
San Marino
23. Juli
1999 B
21. Oktober
1999
São Tomé und Príncipe
8. Juli
1998
6. Oktober
1998
Saudi-Arabien
25. Juni
1997 B
23. September
1997
Schweden
12. Dezember
1995
26. Dezember
1996
Schweiz
19. Januar
1996
26. Dezember
1996
Senegal
26. Juli
1995
26. Dezember
1996
Serbien
18. Dezember
2007 B
17. März
2008
Seychellen
26. Juni
1997
24. September
1997
Sierra Leone
25. September
1997
24. Dezember
1997
Simbabwe
23. September
1997
22. Dezember
1997
Singapur
26. April
1999 B
25. Juli
1999
Slowakei
7. Januar
2002 B
7. April
2002
Slowenien
28. Juni
2001 B
26. September
2001
Somalia
24. Juli
2002 B
22. Oktober
2002
Spanien
30. Januar
1996
26. Dezember
1996
Sri Lanka
9. Dezember
1998 B
9. März
1999
St. Kitts und Nevis
30. Juni
1997 B
28. September
1997
St. Lucia
2. Juli
1997 B
30. September
1997
St. Vincent und die Grenadinen
16. März
1998
14. Juni
1998
Südafrika
30. September
1997
29. Dezember
1997
Sudan
24. November
1995
26. Dezember
1996
Suriname
1. Juni
2000 B
30. August
2000
Swasiland
7. Oktober
1996
5. Januar
1997
Syrien
10. Juni
1997
8. September
1997
Tadschikistan
16. Juli
1997 B
14. Oktober
1997
Tansania
19. Juni
1997
17. September
1997
Thailand
7. März
2001 B
5. Juni
2001
Timor-Leste
20. August
2003 B
18. November
2003
Togo
4. Oktober
1995
26. Dezember
1996
Tonga
25. September
1998 B
24. Dezember
1998
Trinidad und Tobago
8. Juni
2000 B
6. September
2000
Tschad
27. September
1996
26. Dezember
1996
Tschechische Republik
25. Januar
2000 B
24. April
2000
Tunesien
11. Oktober
1995
26. Dezember
1996
Türkei
31. März
1998
29. Juni
1998
Turkmenistan
18. September
1996
26. Dezember
1996
Tuvalu
14. September
1998 B
13. Dezember
1998
Uganda
25. Juni
1997
23. September
1997
Ukraine
27. August
2002 B
25. November
2002
Ungarn
13. Juli
1999 B
11. Oktober
1999
Uruguay
17. Februar
1999 B
18. Mai
1999
Usbekistan
31. Oktober
1995
26. Dezember
1996
Vanuatu
10. August
1999
8. November
1999
Venezuela
29. Juni
1998 B
27. September
1998
Vereinigte Arabische Emirate
21. Oktober
1998 B
19. Januar
1999
Vereinigte Staaten*
17. November
2000
15. Februar
2001
Vereinigtes Königreich
18. Oktober
1996
16. Januar
1997
Britische Jungferninseln
18. Oktober
1996
16. Januar
1997
Montserrat
24. Dezember
1996
16. Januar
1997
St. Helena (mit Ascension)
18. Oktober
1996
16. Januar
1997
Vietnam
25. August
1998 B
23. November
1998
Zentralafrikanische Republik
5. September
1996
26. Dezember
1996
Zypern
29. März
2000 B
27. Juni
2000

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
*
Vorbehalte und Erklärungen siehe hiernach.
a
Das Übereinkommen gilt nicht für Tokelau.
b
Das Übereinkommen gilt für das Königreich in Europa.

 

 
Vorbehalte und Erklärungen
Algerien
Algerien betrachtet sich durch die Bestimmungen des Artikels 28 Absatz 2 des Übereinkommens, welche die obligatorische Vorlage jeder Streitigkeit an den Internationalen Gerichtshof vorsehen, nicht als gebunden.
Algerien erklärt, dass in jedem Falls das Einverständnis aller beteiligten Parteien erforderlich ist, damit eine Streitigkeit dem Internationalen Gerichtshof vorgelegt werden kann.
Guatemala
Die Republik Guatemala erklärt, dass sie in bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung des Übereinkommens, ein Schiedsverfahren nach einem Verfahren, das von der Konferenz der Vertragsparteien so bald wie möglich in einer Anlage beschlossen wird, als Mittel der Streitbeilegung gegenüber jeder Vertragspartei, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt als obligatorisch anerkennt. Diese Erklärung bleibt in Kraft bis zum Ablauf von drei Monaten nach Hinterlegung einer schriftlichen Rücknahmenotifikation beim Verwahrer.
Europäische Union
Im Einklang mit dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, geändert durch die Einheitliche Europäische Akte und den Vertrag über die Europäische Union, liegt es in der Zuständigkeit der Gemeinschaft, Massnahmen bezüglich des Umweltschutzes und insbesondere zur Bekämpfung der Wüstenbildung zu ergreifen. Die Gemeinschaft ist auch für den Bereich der Landwirtschaft zuständig. Sie ist befugt, internationale Übereinkünfte über solche Angelegenheiten sowie über den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu unterzeichnen. Sie geniesst ausschliessliche Zuständigkeit im Bereich des Handels. Die nachstehend genannten Rechtsakte und Programme der Gemeinschaft sind beispielhaft für die Zuständigkeitsbereiche der Gemeinschaft.
Die Gemeinschaft wird zukünftig in der Lage sein, durch die Annahme von Rechtsakten oder Massnahmen der Zusammenarbeit, die eigens auf die Bekämpfung der Wüstenbildung zugeschnitten sind, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen.
Liste der Rechtsakte und Aktionen der Gemeinschaft im Bereich der Bekämpfung der Wüstenbildung
Allgemeine Instrumente
Entschliessung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten vom 1. Februar 1993 über ein Gemeinschaftsprogramm für Umweltpolitik und Massnahmen im Hinblick auf eine dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung (ABl. C 138 vom 17.5.1993, S. 1)
Mitteilung der Kommission an den Rat und an das Europäische Parlament über die Politik der Entwicklungszusammenarbeit bis zum Jahr 2000 (SEK(92) 915 endg.)
Finanzierungsinstrumente
Verordnung (EWG) Nr. 4254/88 des Rates vom 19. Dezember 1988 zur Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 2052/88 in bezug auf den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (ABl. L 374 vom 31.12.1988, S. 15)
Verordnung (EWG) Nr. 4256/88 des Rates vom 19. Dezember 1988 zur Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 2052/88 hinsichtlich des Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL), Abteilung Ausrichtung (ABl. L 374 vom 31.12.1988, S. 25)
Verordnung (EWG) Nr. 443/92 des Rates vom 25. Februar 1992 über die finanzielle und technische Hilfe zugunsten der Entwicklungsländer Asiens und Lateinamerikas sowie über die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit diesen Ländern (ABl. L 52 vom 27.2.1992, S. 1)
Verordnung (EWG) Nr. 1762/92 des Rates vom 29. Juni 1992 zur Durchführung der zwischen der Gemeinschaft und den Drittländern des Mittelmeerraums geschlossenen Protokolle über die finanzielle und technische Zusammenarbeit (ABl. L 181 vom 1.7.1992, S. 1)
Verordnung (EWG) Nr. 1763/92 des Rates vom 29. Juni 1992 über die finanzielle Zusammenarbeit mit allen Drittländern im Mittelmeerraum (ABl. L 181 vom 1.7.1992, S. 5)
Verordnung (EWG) Nr. 1973/92 des Rates vom 21. Mai 1992 zur Schaffung eines Finanzierungsinstruments für die Umwelt (LIFE) (ABl. L 206 vom 22.7.1992, S. 1)
Verordnung (EG) Nr. 1164/94 des Rates vom 16. Mai 1994 zur Errichtung des Kohäsionsfonds (ABl. L 130 vom 25.5.1994, S. 1)
Verordnung (EG) Nr. 3062/95 des Rates vom 20. Dezember 1995 über Massnahmen im Bereich der Tropenwälder (ABl. L 327 vom 30.12.1995, S. 9)
Beschluss des Rates und der Kommission vom 25. Februar 1991 über den Abschluss des Vierten AKP-EWG-Abkommens. Beschluss 91/400/EGKS, EWG (ABl. L 229 vom 17.8.1991, S. 1)
Mitteilung der Kommission gemäss Verordnung (EWG) Nr. 1973/92 des Rates vom 21. Mai 1992 über die Schaffung eines Finanzierungsinstruments für die Umwelt (LIFE), zu den für 1995 durchzuführenden prioritären Massnahmen (ABl. C 139 vom 21.5.1994, S. 3)
Verordnung (EG) Nr. 722/97 des Rates vom 22. April 1997 über Umweltaktionen in den Entwicklungsländern unter Berücksichtigung der Erfordernisse der nachhaltigen Entwicklung (ABl. L 108 vom 25.4.1997, S. 1)
Verordnung (EWG) Nr. 1118/88 des Rates vom 25. April 1988 über eine gemeinsame Sondermassnahme zur Förderung der landwirtschaftlichen Entwicklung in bestimmten Gebieten Spaniens (ABl. L 107 vom 28.4.1988, S. 3)
Verordnung (EWG) Nr. 1610/89 des Rates vom 29. Mai 1989 zum Erlass von Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EWG) Nr. 4256/88 hinsichtlich der Aktion zur Entwicklung und Aufwertung des Waldes in den ländlichen Gebieten der Gemeinschaft (ABl. L 165 vom 15.6.1989, S. 3)
Verordnung (EWG) Nr. 3906/89 des Rates vom 18. Dezember 1989 über Wirtschaftshilfe für die Republik Ungarn und die Volksrepublik Polen (ABl. L 375 vom 23.12.1989, S. 11)
Verordnung (EWG) Nr. 2078/92 des Rates vom 30. Juni 1992 für umweltgerechte und den natürlichen Lebensraum schützende landwirtschaftliche Produktionsverfahren (ABl. L 215 vom 30.7.1992, S. 85)
Verordnung (EWG) Nr. 2080/92 des Rates vom 30. Juni 1992 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Beihilferegelung für Aufforstungsmassnahmen in der Landwirtschaft (ABl. L 215 vom 30.7.1992, S. 96)
Verordnung (EWG) Nr. 2158/92 des Rates vom 23. Juli 1992 zum Schutze des Waldes in der Gemeinschaft gegen Brände (ABl. L 217 vom 31.7.1992, S. 3)
Forschungsprogramme
Entscheidung 89/625/EWG des Rates vom 20. November 1989 über zwei spezifische Programme für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich der Umwelt: STEP und EPOCH (1989-1992) (ABl. L 359 vom 8.12.1989, S. 9)
Entscheidung 91/354/EWG des Rates vom 7. Juni 1991 über ein spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich der Umwelt (1990-1994) (ABl. L 192 vom 16.7.1991, S. 29)
Entscheidung 94/911/EG des Rates vom 15. Dezember 1994 zur Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und Entwicklung, einschliesslich Demonstration, im Bereich Umwelt und Klima (1994-1998) (ABl. L 361 vom 31.12.1994, S. 1)
Kuwait
Für den Staat Kuwait treten weitere Anlagen über die regionale Durchführung oder Änderungen solcher Anlagen erst mit Hinterlegung ihrer diesbezüglichen Ratifikationsurkunde in Kraft.
Neuseeland
Die Regierung Neuseelands erklärt dass jede weitere Anlage über die regionale Durchführung des Übereinkommens oder Änderung einer Anlage betreffend die Durchführung des Übereinkommens auf regionaler Ebene in bezug auf Neuseeland in dieser Hinsicht erst mit der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Zustimmungs- oder Beitrittsurkunde in Kraft treten wird.
Niederlande
Das Königreich der Niederlande erklärt nach Artikel 28 Absatz 2 des Übereinkommens, dass es beide in jenem Absatz genannten Mittel der Streitbeilegung gegenüber jeder Vertragspartei als obligatorisch anerkennt, die eines dieser Mittel der Streitbeilegung oder beide anerkennt.
Österreich
Österreich erklärt nach Artikel 28 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie beide in jenem Absatz genannten Mittel der Streitbeilegung gegenüber jeder Vertragspartei als obligatorisch anerkennt, die eines dieser Mittel der Streitbeilegung oder beide anerkennt.
Vereinigte Staaten von Amerika
Klarstellungen
1. Auslandshilfe - Die Vereinigten Staaten sind der Auffassung, dass sie als ein «entwickeltes Land» nach Artikel 6 des Übereinkommens und seinen Anlagen nicht gehalten sind, bestimmte Verpflichtungen zur Bereitstellung finanzieller oder sonstiger Mittel, einschliesslich technologischer Mittel, für «betroffene Länder» im Sinne des Artikels 1 des Übereinkommens zu erfüllen. Die Vereinigten Staaten sind der Auffassung, dass ihre innerstaatlichen Verfahren zur Festlegung der Finanzierung der Auslandshilfe oder der Auslandshilfeprogramme durch die Ratifikation des Übereinkommens nicht geändert werden.
2. Finanzielle Mittel und Finanzierungsmechanismus - Die Vereinigten Staaten sind der Auffassung, dass weder durch Artikel 20, noch durch Artikel 21 des Übereinkommens eine Verpflichtung auferlegt wird, zur Verwirklichung der Ziele des Übereinkommens finanzielle Mittel in einer bestimmten Grössenordnung für die Globale Umweltfazilität, den Globalen Mechanismus oder für sonstige Zwecke bereitzustellen.
3. Landbewirtschaftung in den Vereinigten Staaten - Die Vereinigten Staaten sind der Auffassung, dass sie zu den «Vertragsparteien, die entwickelte Länder sind» im Sinne des Artikels 1 des Übereinkommens gehören, und dass sie nicht verpflichtet sind, ein nationales Aktionsprogramm nach Teil III Abschnitt 1 des Übereinkommens auszuarbeiten. Die Vereinigten Staaten sind ferner der Auffassung, dass zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus Artikel 4 oder 5 des Übereinkommens keine Änderungen der bestehenden Methoden und Programme zur Landbewirtschaftung erforderlich sind.
4. Rechtliches Verfahren zur Änderung des Übereinkommens - Nach Artikel 34 des Übereinkommens treten weitere Anlagen über die regionale Durchführung zu dem Übereinkommen oder Änderungen solcher Anlagen für die Vereinigten Staaten erst mit Hinterlegung einer entsprechenden Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde in Kraft.
5. Beilegung von Streitigkeiten - Die Vereinigten Staaten lehnen es ab, eines der in Artikel 28 Absatz 2 genannten Mittel der Streitbeilegung als obligatorisch anzuerkennen, und sind der Auffassung, dass sie durch die Ergebnisse, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen oder Empfehlungen im Zusammenhang mit einem nach Artikel 28 Absatz 6 in die Wege geleiteten Vergleichsverfahren nicht gebunden sind. Für Streitigkeiten, die im Rahmen des Übereinkommens entstehen, erkennen die Vereinigten Staaten die Zuständigkeit des Internationalen Gerichtshofs nicht an.


1 AS 2003 845, 2008 623 und 2011 695. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (http://www.eda.admin.ch/vertraege).

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