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SR 0.455

Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume
Kapitel IX Schlussbestimmungen


Art. 19

1. Dieses Übereinkommen liegt für die Mitgliedstaaten des Europarats, für Nichtmitgliedstaaten, die sich an der Ausarbeitung des Übereinkommens beteiligt haben, und für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft zur Unterzeichnung auf.
Bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens liegt es auch für jeden anderen vom Ministerkomitee dazu eingeladenen Staat zur Unterzeichnung auf.
Das Übereinkommen bedarf der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung. Die Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden werden beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt.
2. Das Übereinkommen tritt am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach dem Tag folgt, an dem fünf Staaten, darunter mindestens vier Mitgliedstaaten des Europarats, nach Absatz 1 ihre Zustimmung ausgedrückt haben, durch das Übereinkommen gebunden zu sein.
3. Für jeden Unterzeichnerstaat oder die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, die später ihre Zustimmung ausdrücken, durch das Übereinkommen gebunden zu sein, tritt es am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Hinterlegung der Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde folgt.


Art. 20

1. Nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens kann das Ministerkomitee des Europarats nach Konsultation der Vertragsparteien jeden Nichtmitgliedstaat des Rates, der nach Artikel 19 zur Unterzeichnung eingeladen worden ist, dies jedoch noch nicht getan hat, sowie jeden anderen Nichtmitgliedstaat einladen, dem Übereinkommen beizutreten.
2. Für jeden beitretenden Staat tritt das Übereinkommen am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Hinterlegung der Beitrittsurkunde beim Generalsekretär des Europarats folgt.


Art. 21

1. Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde einzelne oder mehrere Hoheitsgebiete bezeichnen, auf die dieses Übereinkommen Anwendung findet.
2. Jede Vertragspartei kann bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde oder jederzeit danach durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung die Anwendung dieses Übereinkommens auf jedes weitere in der Erklärung bezeichnete Hoheitsgebiet erstrecken, dessen internationale Beziehungen sie wahrnimmt oder für das sie Vereinbarungen treffen kann.
3. Jede nach Absatz 2 abgegebene Erklärung kann in bezug auf jedes darin genannte Hoheitsgebiet durch eine an den Generalsekretär gerichtete Notifikation zurückgenommen werden. Die Zurücknahme wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf einen Zeitabschnitt von sechs Monaten nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär folgt.


Art. 22

1. Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde einen oder mehrere Vorbehalte in bezug auf bestimmte in den Anhängen I bis III aufgeführten Arten und/oder für bestimmte in dem oder den Vorbehalten genannte Arten in bezug auf bestimmte in Anhang IV aufgeführte Mittel oder Methoden des Tötens, Fangens oder der sonstigen Nutzung machen. Vorbehalte allgemeiner Art sind nicht zulässig.
2. Jede Vertragspartei, welche die Anwendung dieses Übereinkommens auf ein Hoheitsgebiet ausdehnt, das in der in Artikel 21 Absatz 2 bezeichneten Erklärung genannt ist, kann für das betreffende Hoheitsgebiet einen oder mehrere Vorbehalte nach Massgabe des Absatzes 1 machen.
3. Sonstige Vorbehalte sind nicht zulässig.
4. Jede Vertragspartei, die einen Vorbehalt nach den Absätzen 1 und 2 gemacht hat, kann diesen durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation ganz oder teilweise zurücknehmen. Die Zurücknahme wird mit dem Eingang der Notifikation beim Generalsekretär wirksam.


Art. 23

1. Jede Vertragspartei kann dieses Übereinkommen jederzeit durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation kündigen.
2. Die Kündigung wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf einen Zeitabschnitt von sechs Monaten nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär folgt.


Art. 24

Der Generalsekretär des Europarats notifiziert den Mitgliedstaaten des Europarats, jedem Unterzeichnerstaat, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, sofern sie Unterzeichner dieses Übereinkommens ist, und jeder Vertragspartei
a. jede Unterzeichnung,
b. jede Hinterlegung einer Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde,
c. jeden Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens nach den Artikeln 19 und 20,
d. jede nach Artikel 13 Absatz 3 übermittelte Information,
e. jeden nach Artikel 15 ausgearbeiteten Bericht,
f. jede Änderung oder jeden neuen Anhang, die nach den Artikeln 16 und 17 beschlossen werden, und den Zeitpunkt, zu dem die Änderung oder der neue Anhang in Kraft tritt,
g. jede nach Artikel 21 Absätze 2 und 3 abgegebene Erklärung,
h. jeden nach Artikel 22 Absätze 1 und 2 gemachten Vorbehalt,
i. die Zurücknahme jedes Vorbehalts nach Artikel 22 Absatz 4,
j. jede nach Artikel 23 vorgenommene Notifikation und den Zeitpunkt, zu dem die Kündigung wirksam wird.
Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.
Geschehen zu Bern, am 19. September 1979, in englischer und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, in einer Urschrift, die im Archiv des Europarats hinterlegt wird. Der Generalsekretär des Europarats übermittelt jedem Mitgliedstaat des Europarats, jedem Unterzeichnerstaat, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, sofern sie Unterzeichner ist, sowie jedem Staat, der zur Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder zum Beitritt zu diesem Übereinkommen eingeladen worden ist, beglaubigte Abschriften.
(Es folgen die Unterschriften)
Geltungsbereich am 10. Juni 20101

 

 

 

 

 
Vertragsstaaten
Ratifikation
Beitritt (B)

Inkrafttreten


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Albanien
13. Januar
1999
1. Mai
1999
Andorra
13. Oktober
2000
1. Februar
2001
Armenien
14. April
2008
1. August
2008
Aserbaidschan
28. März
2000 B
1. Juli
2000
Belgien*
24. August
1990
1. Dezember
1990
Bosnien und Herzegowina
17. November
2008
1. März
2008
Bulgarien*
31. Januar
1991 B
1. Mai
1991
Burkina Faso
14. Juni
1990 B
1. Oktober
1990
Dänemark* **
8. September
1982
1. Januar
1983
Deutschland*
13. Dezember
1984
1. April
1985
Estland
3. August
1992 B
1. Dezember
1992
Europäische Union
7. Mai
1982
1. September
1982
Finnland*
9. Dezember
1985
1. April
1986
Frankreich* **
26. April
1990
1. August
1990
Georgien*
19. November
2009
1. März
2010
Griechenland**
13. Juni
1983
1. Oktober
1983
Irland
23. April
1982
1. August
1982
Island* **
17. Juni
1993
1. Oktober
1993
Italien
11. Februar
1982
1. Juni
1982
Kroatien*
3. Juli
2000
1. November
2000
Lettland*
23. Januar
1997
1. Mai
1997
Liechtenstein
30. Oktober
1980
1. Juni
1982
Litauen*
5. September
1996
1. Januar
1997
Luxemburg
23. März
1982
1. Juli
1982
Malta* **
26. November
1993
1. März
1994
Marokko
25. April
2001 B
1. August
2001
Mazedonien*
17. Dezember
1998
1. April
1999
Moldau
24. Mai
1994 B
1. September
1994
Monaco
7. Februar
1994 B
1. Juni
1994
Montenegro
1. Oktober
2009
1. Februar
2010
Niederlande*
28. Oktober
1980
1. Juni
1982
Norwegen* **
27. Mai
1986
1. September
1986
Österreich
2. Mai
1983
1. September
1983
Polen*
13. September
1995
1. Januar
1996
Portugal
3. Februar
1982
1. Juni
1982
Rumänien
18. Mai
1993 B
1. September
1993
Schweden
14. Juni
1983
1. Oktober
1983
Schweiz
12. März
1981
1. Juni
1982
Senegal
13. April
1987 B
1. August
1987
Serbien
9. Januar
2008
1. Mai
2008
Slowakei*
23. September
1996
1. Januar
1997
Slowenien*
29. September
1999
1. Januar
2000
Spanien*
27. Mai
1986
1. September
1986
Tschechische Republik*
25. Februar
1998
1. Juni
1998
Tunesien*
12. Januar
1996 B
1. Mai
1996
Türkei* **
2. Mai
1984
1. September
1984
Ukraine*
5. Januar
1999
1. Mai
1999
Ungarn*
16. November
1989 B
1. März
1990
Vereinigtes Königreich* **
28. Mai
1982
1. September
1982
Akrotiri und Dhekelia*
24. Oktober
2001
24. Oktober
2001
Insel Man
24. August
1992
24. August
1992
Jersey
25. Oktober
2002
25. Oktober
2002
Zypern*
16. Mai
1988
1. September
1988

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
*
Vorbehalte und Erklärungen siehe hiernach.
**
Einwendungen siehe hiernach.

 
Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite des Europarates: http://conventions.coe.int eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


1 AS 1982 813 2077, 1984 231, 1985 371, 1986 522, 1987 1028, 1989 181, 1990 1301, 1991 1029 1911, 1992 1407, 1994 1741, 1996 727 2582, 2004 4999, 2008 3309 und 2010 3253. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (http://www.eda.admin.ch/vertraege).

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