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Übereinkommen über die vorübergehende Verwendung
Anlage E
Anlage über Waren, die unter teilweiser Befreiung von den Eingangsabgaben eingeführt werden
Kapitel I Begriffsbestimmungen


Art. 1

Im Sinne dieser Anlage bedeutet
a) «Waren, die unter teilweiser Befreiung eingeführt werden»  Waren, die in den anderen Anlagen genannt sind, die aber nicht alle dort vorgesehenen Voraussetzungen für die vorübergehende Verwendung unter völliger Befreiung von den Eingangsabgaben erfüllen, sowie Waren, die in den anderen Anlagen nicht genannt sind und die eingeführt werden, um zum Beispiel für Produktionszwecke oder die Ausführung von Arbeiten vorübergehend verwendet zu werden;
b) «teilweise Befreiung»  die Befreiung von der Entrichtung eines Teils der Eingangsabgaben, die erhoben worden wären, wenn die Waren an dem Tag, an dem sie in die vorübergehende Verwendung übergeführt wurden, zum freien Verkehr übergeführt worden wären.
Kapitel II Geltungsbereich


Art. 2

Die in Artikel 1 Buchstabe a) dieser Anlage genannten Waren werden nach Artikel 2 des Übereinkommens zur vorübergehenden Verwendung unter teilweiser Befreiung zugelassen.
Kapitel III Verschiedene Bestimmungen


Art. 3

Um die in dieser Anlage genannten Erleichterungen in Anspruch nehmen zu können, müssen die unter teilweiser Befreiung eingeführten Waren einer Person gehören, die ihren Wohnsitz oder Sitz ausserhalb des Gebietes der vorübergehenden Verwendung hat.


Art. 4

Jede Vertragspartei kann eine Liste der Waren erstellen, die für die vorübergehende Verwendung unter teilweiser Befreiung in Frage kommen oder davon ausgenommen sind. Der Inhalt dieser Liste wird dem Depositar des Übereinkommens mitgeteilt.


Art. 5

Die nach dieser Anlage zu erhebenden Eingangsabgaben dürfen je Monat oder angefangenen Monat, während dessen die Waren dem Verfahren der vorübergehenden Verwendung unter teilweiser Befreiung unterliegen, 5 vom Hundert der Eingangsabgaben nicht übersteigen, die für diese Waren erhoben worden wären, wenn sie an dem Tag, an dem sie in die vorübergehende Verwendung übergeführt wurden, zum freien Verkehr übergeführt worden wären.


Art. 6

Die zu erhebenden Eingangsabgaben dürfen auf keinen Fall den Betrag übersteigen, der erhoben worden wäre, wenn die Waren an dem Tag, an dem sie in die vorübergehende Verwendung übergeführt wurden, zum freien Verkehr übergeführt worden wären.


Art. 7

(1) Die nach dieser Anlage geschuldeten Eingangsabgaben werden von den zuständigen Behörden bei Beendigung des Verfahrens erhoben.
(2) Wenn das Verfahren der vorübergehenden Verwendung nach Artikel 13 des Übereinkommens durch die Überführung in den freien Verkehr beendet wird, sind die im Rahmen der teilweisen Befreiung gegebenenfalls erhobenen Eingangsabgaben von den für die Abfertigung zum freien Verkehr zu entrichtenden Eingangsabgaben abzuziehen.


Art. 8

Die Wiederausfuhrfrist für die unter teilweiser Befreiung eingeführten Waren richtet sich nach den Bestimmungen der Artikel 5 und 6 dieser Anlage.


Art. 9

Jede Vertragspartei kann nach Artikel 29 des Übereinkommens einen Vorbehalt zu Artikel 2 dieser Anlage in Bezug auf die teilweise Befreiung von den Eingangsabgaben einlegen.
Geltungsbereich am 30. Dezember 20111

 

 

 

 

 
Vertragsstaaten
Ratifikation
Beitritt (B)

Inkrafttreten


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Albanien
28. Mai
2009
28. August
2009
Algerien*
8. Mai
1998
8. August
1998
Andorra*
2. September
1998 B
2. Dezember
1998
Australien*
9. Januar
1992 B
27. November
1993
Belarus*
7. Mai
1998 B
7. August
1998
Belgien*
18. Juni
1997
18. September
1997
Bosnien und Herzegowina
7. April
2010 B
7. Juli
2010
Brasilien
4. Mai
2011
4. August
2011
Bulgarien*
11. März
2003 B
11. Juni
2003
Chile*
3. März
2004 B
3. Juni
2004
China*
27. August
1993 B
27. November
1993
Dänemark*
18. Juni
1997
18. September
1997
Deutschland*
18. Juni
1997
18. September
1997
Estland*
17. Januar
1996 B
17. April
1996
Europäische Union*
18. Juni
1997
18. September
1997
Finnland*
18. Juni
1997 B
18. September
1997
Frankreich*
18. Juni
1997
18. September
1997
Georgien
1. April
2010 B
1. Juli
2010
Griechenland*
18. Juni
1997 B
18. September
1997
Hongkong* a
15. Februar
1995 B
15. Mai
1995
Irland*
18. Juni
1997
18. September
1997
Italien*
18. Juni
1997
18. September
1997
Jordanien*
24. Juni
1992 B
27. November
1993
Kroatien*
1. März
1999 B
1. Juni
1999
Lettland*
16. Juli
1999 B
16. Oktober
1999
Liechtenstein*
11. Mai
1995
11. August
1995
Litauen*
26. Februar
1998 B
26. Mai
1998
Luxemburg*
18. Juni
1997
18. September
1997
Madagaskar
2. Juni
2008
2. September
2008
Mali*
8. Oktober
2004 B
8. Januar
2005
Malta*
8. Januar
2001 B
8. April
2001
Mauritius*
7. Juni
1995 B
7. September
1995
Mazedonien*
21. April
2006 B
21. Juli
2006
Moldau
2. Februar
2009
2. Mai
2009
Mongolei*
5. Juni
2003 B
5. September
2003
Montenegro
23. Juni
2008
23. September
2008
Niederlande*
18. Juni
1997
18. September
1997
Nigeria*
10. Juni
1993
27. November
1993

 

 

 

 

 
Österreich*
29. September
1994 B
29. Dezember
1994
Pakistan*
18. Mai
2004
18. August
2004
Polen*
12. September
1995 B
12. Dezember
1995
Portugal*
18. Juni
1997
18. September
1997
Rumänien*
26. November
2002 B
26. Februar
2003
Russland*
18. April
1996 B
18. Juli
1996
Saudi-Arabien
4. Mai
2011
4. August
2011
Schweden*
18. Juni
1997 B
18. September
1997
Schweiz*
11. Mai
1995
11. August
1995
Serbien
7. Juli
2010 B
7. Oktober
2010
Simbabwe*
17. November
1992
27. November
1993
Slowakei*
22. September
2000 B
22. Dezember
2000
Slowenien*
23. Oktober
2000 B
23. Januar
2001
Spanien*
18. Juni
1997
18. September
1997
Südafrika*
18. Mai
2004 B
18. August
2004
Tadschikistan*
27. August
1997 B
27. November
1997
Thailand
5. Januar
2007
5. Januar
2007
Tschechische Republik*
24. November
1999
24. Februar
2000
Türkei*
15. Dezember
2004
15. März
2005
Ukraine*
22. Juni
2004 B
22. September
2004
Ungarn*
31. Januar
2005
30. April
2005
Vereinigte Arabische Emirate
14. September
2010 B
14. Dezember
2010
Vereinigtes Königreich*
18. Juni
1997
18. September
1997
Zypern*
25. Oktober
2004 B
25. Januar
2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
*
Vorbehalte und Erklärungen.

 
Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Der Wortlaut der Vorbehalte gegenüber einzelnen Bestimmungen in den Anlagen kann bei der Oberzolldirektion, Sektion für internationale Angelegenheiten, 3003 Bern, eingesehen werden.
a
Zollverwaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Vorbehalte und Erklärungen
Schweiz2
Die Schweiz hat folgende Anlagen mit Vorbehalten angenommen:
Anlage A
über Zollpapiere für die vorübergehende Verwendung (Carnets
ATA, Carnets CPD).
Anlage B.1
über Waren, die auf Ausstellungen, Messen, Kongressen oder
ähnlichen Veranstaltungen ausgestellt oder verwendet werden
sollen.
Anlage B.2
über Berufsausrüstung.
Anlage B.3
über Behälter, Paletten, Umschliessungen, Muster und andere im
Rahmen eines Handelsgeschäfts eingeführte Waren.
Anlage B.5
über Waren, die für den Unterricht, für wissenschaftliche oder
kulturelle Zwecke eingeführt werden.
Anlage B.6
über persönliche Gebrauchsgegenstände der Reisenden und zu
Sportzwecken eingeführte Waren.
Anlage B.7
über Werbematerial für den Fremdenverkehr.
Anlage B.8
über Waren, die im Grenzverkehr eingeführt werden.
Anlage B.9
über Waren, die für humanitäre Zwecke eingeführt werden.
Anlage C
über Beförderungsmittel.
Anlage D
über Tiere.
Das Übereinkommen gilt für das Fürstentum Liechtenstein, solange dieses durch einen Zollanschlussvertrag3 an die Schweizerische Eidgenossenschaft gebunden ist.
Geltungsbereich der Anlagen am 10. April 20064


1 AS 2005 2622, 2006 2121, 2007 1901 und 2012 413. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (www.eda.admin.ch/vertraege).
2 Art. 1 Abs. 1 Bst. b des BB vom 21. Sept. 1994 (AS 1995 4683).
3 SR 0.631.112.514
4 Der Geltungsbereich der Anlagen wird in der AS nicht veröffentlicht. Er kann auf der Internetseite der Weltzollorganisation (World Customs Organization) http://wcoomdpublications.org/ eingesehen oder bei der Oberzolldirektion, Sektion für internationale Angelegenheiten, 3003 Bern, bezogen werden.

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