Übersetzung1
Übereinkommen zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Zivilluftfahrt
Abgeschlossen in Montreal am 23. September 1971 Von der Bundesversammlung genehmigt am 14. Juni 19772 Schweizerische Ratifikationsurkunden hinterlegt am 17. Januar 1978 In Kraft getreten für die Schweiz am 16. Februar 1978
(Stand am 24. Juni 2010)
Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens,
in der Erwägung, dass widerrechtliche Handlungen gegen die Sicherheit der Zivilluftfahrt die Sicherheit von Personen und Sachen gefährden, den Betrieb von Luftverkehrsdiensten ernstlich beeinträchtigen und das Vertrauen der Völker der Welt in die Sicherheit der Zivilluftfahrt untergraben.
In der Erwägung, dass solche Handlungen Anlass zu ernster Besorgnis geben,
In der Erwägung, dass es zur Abschreckung von solchen Handlungen dringend notwendig ist, geeignete Massnahmen zur Bestrafung der Täter vorzusehen,
haben folgendes vereinbart:


Art. 1

(1) Eine strafbare Handlung begeht jede Person, die widerrechtlich und vorsätzlich
a) eine gewalttätige Handlung gegen eine Person an Bord eines im Flug befindlichen Luftfahrzeugs verübt, wenn diese Handlung geeignet ist, die Sicherheit dieses Luftfahrzeugs zu gefährden; oder
b) ein im Einsatz befindliches Luftfahrzeug zerstört oder ein solches Luftfahrzeug derart beschädigt, dass es flugunfähig wird oder dass die Beschädigung geeignet ist, seine Flugsicherheit zu gefährden; oder
c) in ein im Einsatz befindliches Luftfahrzeug auf welche Art auch immer eine Vorrichtung oder eine andere Sache bringt oder bringen lässt, die geeignet ist, dieses Luftfahrzeug zu zerstören oder derart zu beschädigen, dass es flugunfähig wird oder dass die Beschädigung geeignet ist, seine Flugsicherheit zu gefährden; oder
d) Flugnavigationseinrichtungen zerstört oder beschädigt oder ihren Betrieb beeinträchtigt, wenn eine solche Handlung geeignet ist, die Sicherheit eines im Flug befindlichen Luftfahrzeugs zu gefährden; oder
e) wissentlich unrichtige Angaben macht und dadurch die Sicherheit eines im Flug befindlichen Luftfahrzeugs gefährdet.
(1bis)3 Eine strafbare Handlung begeht jede Person, die widerrechtlich und vorsätzlich unter Verwendung einer Vorrichtung, einer anderen Sache oder einer Waffe
a) auf einem Flughafen, welcher der internationalen Zivilluftfahrt dient, gegen eine Person eine gewalttätige Handlung verübt, die eine schwere Verletzung oder den Tod verursacht oder zu verursachen geeignet ist, oder
b) die Einrichtung eines Flughafens, welcher der internationalen Zivilluftfahrt dient, oder ein nicht im Einsatz befindliches Luftfahrzeug, das sich auf diesem Flughafen befindet, zerstört oder schwer beschädigt oder die Dienste des Flughafens unterbricht,
wenn diese Handlung die Sicherheit auf diesem Flughafen gefährdet oder zu gefährden geeignet ist.
(2) Eine strafbare Handlung begeht auch jede Person, die
a. eine der in Absatz 1 oder Absatz 1bis 4 genannten strafbaren Handlungen zu begehen versucht; oder
b. sich an der Begehung oder der versuchten Begehung einer dieser strafbaren Handlungen beteiligt.


Art. 2

Im Sinne dieses Übereinkommens
a. gilt ein Luftfahrzeug als im Flug befindlich von dem Augenblick an, in dem alle Aussentüren nach dem Einsteigen geschlossen worden sind, bis zu dem Augenblick, in dem eine dieser Türen zum Aussteigen geöffnet wird; im Fall einer Notlandung gilt der Flug als fortdauernd, bis die zuständigen Behörden die Verantwortung für das Luftfahrzeug und für die Personen und Sachen an Bord übernehmen;
b. gilt ein Luftfahrzeug als im Einsatz befindlich vom Beginn der Flugvorbereitung des Luftfahrzeugs durch das Bodenpersonal oder die Besatzung für einen bestimmten Flug bis zum Ablauf von vierundzwanzig Stunden nach jeder Landung; der Zeitraum, in dem sich das Luftfahrzeug im Einsatz befindet, umfasst in jedem Fall den gesamten Zeitraum, während dessen sich das Luftfahrzeug im Sinne des Buchstabens a im Flug befindet.


Art. 3

Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, die in Artikel 1 genannten strafbaren Handlungen mit schweren Strafen zu bedrohen.


Art. 4

(1) Dieses Übereinkommen findet keine Anwendung auf Luftfahrzeuge, die im Militär-, Zoll- oder Polizeidienst verwendet werden.
(2) In den Fällen des Artikels 1 Absatz 1 Buchstaben a, b, c und e findet dieses Übereinkommen, gleichviel ob es sich um ein Luftfahrzeug auf einem internationalen Flug oder auf einem Inlandflug handelt, nur Anwendung, wenn
a) der tatsächliche oder beabsichtigte Abflug- oder Landeort des Luftfahrzeugs ausserhalb des Hoheitsgebiets des Eintragungsstaats dieses Luftfahrzeugs gelegen ist oder
b) die strafbare Handlung im Hoheitsgebiet eines anderen Staates als des Eintragungsstaats des Luftfahrzeugs begangen wird.
(3) Ungeachtet des Absatzes 2 dieses Artikels findet das Übereinkommen in den Fällen des Artikels 1 Absatz 1 Buchstaben a, b, c und e ebenfalls Anwendung, wenn der Täter oder Verdächtige im Hoheitsgebiet eines anderen Staates als des Eintragungsstaats des Luftfahrzeugs aufgefunden wird.
(4) In Bezug auf die in Artikel 9 genannten Staaten und in den Fällen des Artikels 1 Absatz 1 Buchstaben a, b, c und e findet dieses Übereinkommen keine Anwendung, wenn die in Absatz 2 Buchstabe a des vorliegenden Artikels erwähnten Orte im Hoheitsgebiet desselben Staates gelegen sind und wenn dieser Staat einer der in Artikel 9 genannten Staaten ist, es sei denn, dass die strafbare Handlung im Hoheitsgebiet eines anderen als dieses Staates begangen oder der Täter oder der Verdächtige in einem solchen anderen Staat aufgefunden wurde.
(5) In den Fällen des Artikels 1 Absatz 1 Buchstabe d findet dieses Übereinkommen nur Anwendung, wenn die Flugnavigationseinrichtungen in der internationalen Luftfahrt verwendet werden.
(6) Die Absätze 2, 3, 4 und 5 dieses Artikels finden auch in den Fällen des Artikels 1 Absatz 2 Anwendung.


Art. 5

(1) Jeder Vertragsstaat trifft die notwendigen Massnahmen, um seine Gerichtsbarkeit über die strafbaren Handlungen in folgenden Fällen zu begründen:
a) wenn die strafbare Handlung im Hoheitsgebiet dieses Staates begangen wird;
b) wenn die strafbare Handlung gegen ein in diesem Staat eingetragenes Luftfahrzeug oder an Bord desselben begangen wird;
c) wenn das Luftfahrzeug, an Bord dessen die strafbare Handlung begangen wird, mit dem noch an Bord befindlichen Verdächtigen in seinem Hoheitsgebiet landet;
d) wenn die strafbare Handlung gegen ein Luftfahrzeug begangen wird, das ohne Besatzung an eine Person vermietet wurde, die ihre Hauptbetriebsleitung oder, wenn eine solche nicht besteht, ihren ständigen Aufenthalt in diesem Staat hat, oder wenn die strafbare Handlung an Bord eines solchen Luftfahrzeugs begangen wird.
(2) Ebenso trifft jeder Vertragsstaat die notwendigen Massnahmen, um seine Gerichtsbarkeit über die strafbaren Handlungen nach Artikel 1 Absatz 1 Buchstaben a, b und c nach Artikel 1 Absatz 2, soweit dieser sich auf solche strafbare Handlungen bezieht, für den Fall zu begründen, dass der Verdächtige sich in seinem Hoheitsgebiet befindet und dass der betreffende Staat ihn nicht nach Artikel 8 an einen der in Absatz 1 des vorliegenden Artikels genannten Staaten ausliefert.
(2bis)5 Ebenso trifft jeder Vertragsstaat die notwendigen Massnahmen, um seine Gerichtsbarkeit über die strafbaren Handlungen nach Artikel 1 Absatz 1bis und nach Artikel 1 Absatz 2, soweit dieser sich auf solche strafbaren Handlungen bezieht, für den Fall zu begründen, dass der Verdächtige sich in seinem Hoheitsgebiet befindet und dass der betreffende Staat ihn nicht nach Artikel 8 an den in Absatz 1 Buchstabe a des vorliegenden Artikels genannten Staat ausliefert.
(3) Dieses Übereinkommen schliesst eine Strafgerichtsbarkeit, die nach nationalem Recht ausgeübt wird, nicht aus.


Art. 6

(1) Hält ein Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet sich der Täter oder der Verdächtige befindet, es in Anbetracht der Umstände für gerechtfertigt, so nimmt er ihn in Haft oder trifft andere Massnahmen, um seine Anwesenheit sicherzustellen. Die Haft und die anderen Massnahmen müssen mit dem Recht dieses Staates übereinstimmen; sie dürfen nur so lange aufrecht erhalten werden, wie es notwendig ist, um die Einleitung eines Strafverfahrens oder Auslieferungsverfahrens zu ermöglichen.
(2) Dieser Staat führt unverzüglich eine vorläufige Untersuchung zur Feststellung des Sachverhalts durch.
(3) Einer auf Grund des Absatzes 1 in Haft befindlichen Person wird jede Erleichterung gewährt, damit sie mit dem nächsten zuständigen Vertreter des Staates, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, unmittelbar verkehren kann.
(4) Hat ein Staat eine Person auf Grund dieses Artikels in Haft genommen, so zeigt er unverzüglich den in Artikel 5 Absatz 1 genannten Staaten, dem Staat, dessen Staatsangehörigkeit die in Haft genommene Person besitzt, sowie, wenn er es für angebracht hält, jedem anderen interessierten Staat die Tatsache, dass diese Person in Haft ist, und die Umstände an, welche die Haft rechtfertigen. Der Staat, der die vorläufige Untersuchung nach Absatz 2 durchführt, unterrichtet die genannten Staaten unverzüglich über das Ergebnis der Untersuchung und teilt ihnen mit, ob er seine Gerichtsbarkeit auszuüben beabsichtigt.


Art. 7

Der Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet der Verdächtige aufgefunden wird, ist, wenn er ihn nicht ausliefert, verpflichtet, den Fall ohne irgendeine Ausnahme und unabhängig davon, ob die strafbare Handlung in seinem Hoheitsgebiet begangen wurde, seinen zuständigen Behörden zum Zwecke der Strafverfolgung zu unterbreiten. Diese Behörden treffen ihre Entscheidung in der gleichen Weise wie im Fall einer gemeinrechtlichen strafbaren Handlung schwerer Art nach dem Recht dieses Staates.


Art. 8

(1) Die strafbaren Handlungen gelten als in jedem zwischen Vertragsstaaten bestehenden Auslieferungsvertrag einbezogene, der Auslieferung unterliegende strafbare Handlungen. Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die strafbaren Handlungen als der Auslieferung unterliegende strafbare Handlungen in jeden zwischen ihnen zu schliessenden Auslieferungsvertrag aufzunehmen.
(2) Erhält ein Vertragsstaat, der die Auslieferung vom Bestehen eines Vertrags abhängig macht, ein Auslieferungsersuchen von einem anderen Vertragsstaat, mit dem er keinen Auslieferungsvertrag hat, so steht es ihm frei, dieses Übereinkommen als Rechtsgrundlage für die Auslieferung in Bezug auf die strafbaren Handlungen anzusehen. Die Auslieferung unterliegt im Übrigen den im Recht des ersuchten Staates vorgesehenen Bedingungen.
(3) Vertragsstaaten, welche die Auslieferung nicht vom Bestehen eines Vertrags abhängig machen, erkennen unter sich die strafbaren Handlungen als der Auslieferung unterliegende strafbare Handlungen vorbehältlich der im Recht des ersuchten Staates vorgesehenen Bedingungen an.
(4) Jede der strafbaren Handlungen wird für die Zwecke der Auslieferung zwischen Vertragsstaaten so behandelt, als sei sie nicht nur an dem Ort, an dem sie sich ereignet hat, sondern auch in den Hoheitsgebieten der Staaten begangen worden, die verpflichtet sind, ihre Gerichtsbarkeit nach Artikel 5 Absatz 1 Buchstaben b, c und d zu begründen.


Art. 9

Vertragsstaaten, die Betriebsgemeinschaften für den Luftverkehr oder internationale Betriebsstellen bilden, welche einer gemeinsamen oder internationalen Eintragung unterliegende Luftfahrzeuge einsetzen, bezeichnen in geeigneter Weise für jedes Luftfahrzeug den Staat unter ihnen, der die Gerichtsbarkeit ausüben und die Eigenschaften des Eintragungsstaats im Sinne dieses Übereinkommens haben soll; sie zeigen dies der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation an, die allen Vertragsstaaten dieses Übereinkommens davon Kenntnis gibt.


Art. 10

(1) Die Vertragsstaaten bemühen sich in Übereinstimmung mit dem internationalen und dem nationalen Recht, alle geeigneten Massnahmen zur Verhinderung der in Artikel 1 genannten strafbaren Handlungen zu treffen.
(2) Ist wegen der Begehung einer der in Artikel 1 genannten strafbaren Handlungen ein Flug verzögert oder unterbrochen worden, so erleichtert jeder Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet sich das Luftfahrzeug, die Fluggäste oder die Besatzung befinden, so bald wie möglich den Fluggästen und der Besatzung die Fortsetzung der Reise und gibt das Luftfahrzeug und seine Ladung unverzüglich den zum Besitz berechtigten Personen zurück.


Art. 11

(1) Die Vertragsstaaten gewähren einander die weitestgehende Hilfe im Zusammenhang mit Verfahren, die in Bezug auf die strafbaren Handlungen eingeleitet werden. In allen Fällen ist das Recht des ersuchten Staates anwendbar.
(2) Absatz 1 lässt Verpflichtungen auf Grund eines anderen zwei- oder mehrseitigen Vertrags unberührt, der ganz oder teilweise die Rechtshilfe in Strafsachen regelt oder regeln wird.


Art. 12

Jeder Vertragsstaat, der Grund zu der Annahme hat, dass eine der in Artikel 1 genannten strafbaren Handlungen begangen werden wird, übermittelt in Übereinstimmung mit seinem nationalen Recht alle in seinem Besitz befindlichen sachdienlichen Angaben den Staaten, die nach seiner Auffassung zu den in Artikel 5 Absatz 1 genannten Staaten gehören.


Art. 13

Jeder Vertragsstaat übermittelt dem Rat der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation in Übereinstimmung mit seinem nationalen Recht so schnell wie möglich alle in seinem Besitzt befindlichen sachdienlichen Angaben über
a) die Umstände der strafbaren Handlung;
b) die nach Artikel 10 Absatz 2 getroffenen Massnahmen;
c) die in Bezug auf den Täter oder den Verdächtigen getroffenen Massnahmen und insbesondere das Ergebnis eines Auslieferungsverfahrens oder eines anderen Verfahrens.


Art. 14

(1) Jede Streitigkeit zwischen zwei oder mehr Vertragsstaaten über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens, die nicht durch Verhandlungen beigelegt werden kann, wird auf Verlangen eines dieser Staaten einem Schiedsverfahren unterworfen. Können sich die Parteien binnen sechs Monaten nach dem Zeitpunkt, zu dem das Schiedsverfahren verlangt worden ist, über seine Ausgestaltung nicht einigen, so kann jede dieser Parteien die Streitigkeit dem Internationalen Gerichtshof unterbreiten, indem sie einen seiner Satzung entsprechenden Antrag stellt.
(2) Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung oder der Ratifikation des Übereinkommens oder dem Beitritt zu diesem erklären, dass er sich durch Absatz 1 nicht als gebunden betrachtet. Die anderen Vertragsstaaten sind gegenüber einem Vertragsstaat, der einen solchen Vorbehalt gemacht hat, durch Absatz 1 nicht gebunden.
(3) Ein Vertragsstaat, der einen Vorbehalt nach Absatz 2 gemacht hat, kann diesen Vorbehalt jederzeit durch eine an die Depositarregierungen gerichtete Notifikation zurückziehen.


Art. 15

(1) Dieses Übereinkommen liegt am 23. September 1971 in Montreal für die Teilnehmerstaaten der vom 8. bis 23. September 1971 in Montreal abgehaltenen Internationalen Luftrechtskonferenz (im Folgenden als Konferenz von Montreal bezeichnet) zur Unterzeichnung auf. Nach dem 10. Oktober 1971 liegt das Übereinkommen für alle Staaten in Moskau, London und Washington zur Unterzeichnung auf. Ein Staat, der dieses Übereinkommen nicht vor seinem Inkrafttreten nach Absatz 3 unterzeichnet, kann ihm jederzeit beitreten.
(2) Dieses Übereinkommen bedarf der Ratifikation durch die Unterzeichnerstaaten. Die Ratifikations- und Beitrittsurkunden werden bei den Regierungen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, des Vereinigten Königreichs Grossbritannien und Nordirland und der Vereinigten Staaten von Amerika hinterlegt, die hiermit zu Depositarregierungen bestimmt werden.
(3) Dieses Übereinkommen tritt dreissig Tage nach Hinterlegung der Ratifikationsurkunden durch zehn Unterzeichnerstaaten dieses Übereinkommens, die an der Konferenz von Montreal teilgenommen haben, in Kraft.
(4) Für andere Staaten tritt dieses Übereinkommen mit seinem Inkrafttreten nach Absatz 3 oder dreissig Tage nach Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunde in Kraft, je nachdem, welcher Zeitpunkt später liegt.
(5) Die Depositarregierungen unterrichten unverzüglich alle Unterzeichnerstaaten und beitretenden Staaten über den Zeitpunkt jeder Unterzeichnung, der Hinterlegung jeder Ratifikations- oder Beitrittsurkunde, des Inkrafttretens dieses Übereinkommens sowie über alle sonstigen Mitteilungen.
(6) Die Depositarregierungen lassen dieses Übereinkommen sogleich nach seinem Inkrafttreten gemäss Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen6 und gemäss Artikel 83 des Abkommens über die Internationale Zivilluftfahrt (Chicago, 1944)7 registrieren.


Art. 16

(1) Jeder Vertragsstaat kann dieses Übereinkommen durch eine an die Depositarregierungen gerichtete schriftliche Notifikation kündigen.
(2) Die Kündigung wird sechs Monate nach Eingang der Notifikation bei den Depositarregierungen wirksam.
Zu Urkund dessen haben die unterzeichneten, hierzu von ihren Regierungen gehörig befugten Bevollmächtigten dieses Übereinkommen unterschrieben.
Geschehen zu Montreal am 23. September 1971 in drei Urschriften, jede in vier verbindlichen Wortlauten in englischer, französischer, russischer und spanischer Sprache.
(Es folgen die Unterschriften)
Geltungsbereich am 24. Juni 20108

 

 

 

 

 
Vertragsstaaten
Ratifikation
Beitritt (B)
Nachfolgeerklärung (N)

Inkrafttreten


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Afghanistan*
26. September
1984 B
26. Oktober
1984
Ägypten*
20. Mai
1975
19. Juni
1975
Algerien*
6. Oktober
1995 B
5. November
1995
Andorra*
30. Juni
2006 B
30. Juli
2006
Antigua und Barbuda
22. Juli
1985 B
21. August
1985
Äquatorialguinea
3. Januar
1991 B
2. Februar
1991
Argentinien
26. November
1973
26. Dezember
1973
Äthiopien*
26. März
1979
25. April
1979
Australien
12. Juli
1973
11. August
1973
Bahamas
27. Dezember
1984 B
26. Januar
1985
Bahrain*
20. Februar
1984 B
21. März
1984
Bangladesch
28. Juni
1978 B
28. Juli
1978
Barbados
6. August
1976
5. September
1976
Belarus*
31. Januar
1973
2. März
1973
Belgien
13. August
1976
12. September
1976
Bhutan
28. Dezember
1988 B
27. Januar
1989
Bolivien
18. Juli
1979 B
17. August
1979
Bosnien und Herzegowina
15. August
1994 N
6. März
1992
Botsuana
28. Dezember
1978
27. Januar
1979
Brasilien*
24. Juli
1972
26. Januar
1973
Brunei
16. April
1986 B
16. Mai
1986
Bulgarien
22. Februar
1973
24. März
1973
Burkina Faso
19. Oktober
1987 B
18. November
1987
Chile
28. Februar
1974 B
30. März
1974
China*
10. September
1980 B
10. Oktober
1980
Hongkong*
3. Juni
1997
1. Juli
1997
Cook-Inseln
14. April
2005 B
14. Mai
2005
Costa Rica
21. September
1973
21. Oktober
1973
Côte d'Ivoire
9. Januar
1973 B
8. Februar
1973
Dänemark*
17. Januar
1973
16. Februar
1973
Deutschland*
3. Februar
1978
5. März
1978
Dominikanische Republik
28. November
1973
28. Dezember
1973
Dschibuti
24. November
1992 B
24. Dezember
1992
Ecuador
12. Januar
1977 B
11. Februar
1977
El Salvador
25. September
1979 B
25. Oktober
1979
Estland
22. Dezember
1993 B
21. Januar
1994
Fidschi
5. März
1973
4. April
1973
Finnland
13. Juli
1973 B
12. August
1973
Frankreich*
30. Juni
1976 B
30. Juli
1976
Gabun
29. Juni
1976
29. Juli
1976
Gambia
28. November
1978 B
28. Dezember
1978
Ghana
12. Dezember
1973 B
11. Januar
1974
Grenada
10. August
1978 B
9. September
1978
Griechenland
15. Januar
1974
14. Februar
1974
Guatemala*
19. Oktober
1978
18. November
1978
Guinea
2. Mai
1984 B
1. Juni
1984
Guinea-Bissau
20. August
1976 B
19. September
1976
Guyana
21. Dezember
1972 B
26. Januar
1973
Haiti
9. Mai
1984
8. Juni
1984
Honduras*
13. April
1987 B
13. Mai
1987
Indien*
12. November
1982
12. Dezember
1982
Indonesien*
27. August
1976 B
26. September
1976
Irak
10. September
1974 B
10. Oktober
1974
Iran
10. Juli
1973 B
9. August
1973
Irland
12. Oktober
1976 B
11. November
1976
Island
29. Juni
1973 B
29. Juli
1973
Israel
30. Juni
1972
26. Januar
1973
Italien**
19. Februar
1974
21. März
1974
Jamaika
16. September
1983
16. Oktober
1983
Japan
12. Juni
1974 B
12. Juli
1974
Jemen
29. September
1986
29. Oktober
1986
Jordanien
13. Februar
1973
15. März
1973
Kambodscha
8. November
1996 B
8. Dezember
1996
Kamerun*
11. Juli
1973 B
10. August
1973
Kanada
19. Juni
1972
26. Januar
1973
Kap Verde
20. Oktober
1977 B
19. November
1977
Kasachstan
4. April
1995 B
4. Mai
1995
Katar*
26. August
1981
25. September
1981
Kenia
11. Januar
1977 B
10. Februar
1977
Kolumbien
4. Dezember
1974 B
3. Januar
1975
Komoren
1. August
1991 B
31. August
1991
Kongo (Brazzaville)
19. März
1987
18. April
1987
Kongo (Kinshasa)
6. Juli
1977 B
5. August
1977
Korea (Nord-)*
13. August
1980 B
12. September
1980
Korea (Süd-)*
2. August
1973 B
1. September
1973
Kroatien
12. Juni
1993 N
8. Oktober
1991
Kuwait
23. November
1979 B
23. Dezember
1979
Laos
27. März
1989
26. April
1989
Lesotho
27. Juli
1978 B
26. August
1978
Libanon
23. Dezember
1977 B
22. Januar
1978
Liberia
1. Februar
1982 B
3. März
1982
Libyen
19. Februar
1974 B
21. März
1974
Liechtenstein
23. Februar
2001 B
25. März
2001
Litauen
4. Dezember
1996 B
3. Januar
1997
Luxemburg
18. Mai
1982
17. Juni
1982
Madagaskar
18. November
1986 B
18. Dezember
1986
Malawi*
21. Dezember
1972 B
26. Januar
1973
Malaysia
4. Mai
1985 B
3. Juni
1985
Malediven
1. September
1987 B
1. Oktober
1987
Mali
24. August
1972 B
26. Januar
1973
Malta
14. Juni
1991 B
14. Juli
1991
Marokko*
24. Oktober
1975 B
23. November
1975
Marshallinseln
31. Mai
1989 B
30. Juni
1989
Mauretanien
1. November
1978 B
1. Dezember
1978
Mauritius
25. April
1983 B
25. Mai
1983
Mazedonien
4. Januar
1995 N
8. September
1991
Mexiko
12. September
1974
12. Oktober
1974
Moldau
21. Mai
1997 B
20. Juni
1997
Monaco
3. Juni
1983 B
3. Juli
1983
Mongolei*
5. September
1972
26. Januar
1973
Montenegro
9. Januar
2007 N
3. Juni
2006
Myanmar
20. Mai
1996 B
19. Juni
1996
Namibia
4. November
2005 B
4. Dezember
2005
Nauru
17. Mai
1984 B
16. Juni
1984
Nepal
10. Januar
1979 B
9. Februar
1979
Neuseeland
12. Februar
1974
14. März
1974
Cook-Inseln
13. August
1986 B
12. September
1986
Nicaragua
6. November
1973
6. Dezember
1973
Niederlande*
27. August
1973
26. September
1973
Aruba
20. Dezember
1985
1. Januar
1986
Niederländische Antillen

 

 
11. Juli
1974
Niger
1. September
1972
26. Januar
1973
Nigeria
3. Juli
1973 B
2. August
1973
Niue
30. September
2009 B
30. Oktober
2009
Norwegen
1. August
1973 B
31. August
1973
Oman*
2. Februar
1977 B
4. März
1977
Österreich
11. Februar
1974
13. März
1974
Pakistan
16. Januar
1974 B
15. Februar
1974
Palau
3. August
1995 B
2. September
1995
Panama
24. April
1972
26. Januar
1973
Papua-Neuguinea*
4. Dezember
1975 N
16. September
1975
Paraguay
5. März
1974
4. April
1974
Peru*
28. April
1978 B
28. Mai
1978
Philippinen
26. März
1973
25. April
1973
Polen*
28. Januar
1975
27. Februar
1975
Portugal*
15. Januar
1973
14. Februar
1973
Ruanda
3. November
1987
3. Dezember
1987
Rumänien*
15. August
1975
14. September
1975
Russland
19. Februar
1973
21. März
1973
Salomoninseln
6. Mai
1982 N
7. Juli
1978
Sambia
3. März
1987 B
2. April
1987
São Tomé und Príncipe
8. Mai
2006 B
7. Juni
2006
Saudi-Arabien*
14. Juni
1974 B
14. Juli
1974
Schweden
10. Juli
1973 B
9. August
1973
Schweiz
17. Januar
1978
16. Februar
1978
Senegal
3. Februar
1978
5. März
1978
Serbien
23. Juli
2001
27. April
1992
Seychellen
29. Dezember
1978 B
28. Januar
1979
Sierra Leone
20. September
1979 B
20. Oktober
1979
Simbabwe
6. Februar
1989 B
8. März
1989
Singapur
12. April
1978
12. Mai
1978
Slowakei
6. März
1995 N
1. Januar
1993
Slowenien
20. August
1992 N
25. Juni
1991
Spanien
30. Oktober
1972
26. Januar
1973
Sri Lanka
30. Mai
1978 B
29. Juni
1978
St. Kitts und Nevis
10. September
2008 B
10. Oktober
2008
St. Lucia
8. November
1983 B
8. Dezember
1983
St. Vincent und die Grenadinen
29. November
1991 B
29. Dezember
1991
Südafrika*
30. Mai
1972
26. Januar
1973
Sudan
18. Januar
1979 B
17. Februar
1979
Suriname
27. Oktober
1978 N
25. November
1975
Syrien*
10. Juli
1980 B
9. August
1980
Tadschikistan
29. Februar
1996 B
30. März
1996
Tansania
9. August
1983 B
8. September
1983
Thailand
16. Mai
1978 B
15. Juni
1978
Togo
9. Februar
1979 B
11. März
1979
Tonga
21. Februar
1977 B
23. März
1977
Trinidad und Tobago
9. Februar
1972
26. Januar
1973
Tschad
12. Juli
1972
26. Januar
1973
Tschechische Republik
14. November
1994 N
1. Januar
1993
Tunesien*
16. November
1981 B
16. Dezember
1981
Türkei
23. Dezember
1975
22. Januar
1976
Turkmenistan
25. Mai
1999 B
24. Juni
1999
Uganda
19. Juli
1982 B
18. August
1982
Ukraine*
26. Februar
1973
28. März
1973
Ungarn
27. Dezember
1972
26. Januar
1973
Uruguay
12. Januar
1977 B
11. Februar
1977
Usbekistan
7. Februar
1994 B
9. März
1994
Vanuatu
6. November
1989 B
6. Dezember
1989
Venezuela*
21. November
1983
21. Dezember
1983
Vereinigte Arabische Emirate
14. April
1981 B
14. Mai
1981
Vereinigte Staaten
1. November
1972
26. Januar
1973
Vereinigtes Königreich* **
25. Oktober
1973
24. November
1973
Vietnam*
17. September
1979 B
17. Oktober
1979
Zentralafrikanische Republik
1. Juli
1991 B
31. Juli
1991
Zypern
27. Juli
1973
26. August
1973

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
*
Vorbehalte und Erklärungen.
**
Einwendungen

 
Die Vorbehalte, Erklärungen und Einwendungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die englischen Texte können auf der Internetseite der Internationalen Zivilluftfahrtsorganisation: http://www.icao.int/cgi/goto_m.pl?/icao/en/leb/treaty.htm eingesehen oder bei der
Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.

 

 

 

 

 


1 Mit den deutschen und österreichischen Behörden gemeinsam ausgearbeitete Übersetzung aus dem englischen und französischen Originaltext. Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.
2 AS 1978 461
3 Eingefügt durch Art. II 1 des Prot. vom 24. Febr. 1988, in Kraft getreten für die Schweiz in ihrem Verhältnis mit den Vertragsstaaten des Prot. am 8. Nov. 1990 (AS 1990 1935; BBl 1989 III 425).
4 Worte eingefügt durch Art. II 2 des Prot. vom 24. Febr. 1988, in Kraft getreten für die Schweiz in ihrem Verhältnis mit den Vertragsstaaten des Prot. am 8. Nov. 1990 (AS 1990 1935; BBl 1989 III 425).
5 Eingefügt durch Art. III des Prot. vom 24. Febr. 1988 in Kraft getreten für die Schweiz in ihrem Verhältnis mit den Vertragsstaaten des Prot. am 8. Nov. 1990 (AS 1990 1935; BBl 1989 III 425).
6 SR 0.120
7 SR 0.748.0
8 AS 1978 469, 1979 1535, 1981 1631, 1982 1564, 1984 279, 1985 250, 1986 908, 1987 1162, 1989 926, 1990 1873, 1992 936, 2004 1625, 2007 4211 und 2010 3379. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (http://www.eda.admin.ch/vertraege).

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