| 1 |
Der Bund kann eine direkte Steuer erheben: |
|
a. von höchstens 11,5 Prozent auf dem Einkommen der natürlichen Personen; |
|
b.2 von höchstens 8,5 Prozent auf dem Reinertrag der juristischen Personen; |
|
c. …3 |
| 2 |
Der Bund nimmt bei der Festsetzung der Tarife auf die Belastung durch die direkten Steuern der Kantone und Gemeinden Rücksicht. |
| 3 |
Bei der Steuer auf dem Einkommen der natürlichen Personen werden die Folgen der kalten Progression periodisch ausgeglichen. |
| 4 |
Die Steuer wird von den Kantonen veranlagt und eingezogen. Vom Rohertrag der Steuer fallen ihnen mindestens 17 Prozent zu. Der Anteil kann bis auf 15 Prozent gesenkt werden, sofern die Auswirkungen des Finanzausgleichs dies erfordern.4 |
| 1 |
Der Bund kann auf Lieferungen von Gegenständen und auf Dienstleistungen einschliesslich Eigenverbrauch sowie auf Einfuhren eine Mehrwertsteuer mit einem Normalsatz von höchstens 6,5 Prozent und einem reduzierten Satz von mindestens 2,0 Prozent erheben. |
| 2 |
Das Gesetz kann für die Besteuerung der Beherbergungsleistungen einen Satz zwischen dem reduzierten Satz und dem Normalsatz festlegen.6 |
| 3 |
Ist wegen der Entwicklung des Altersaufbaus die Finanzierung der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung nicht mehr gewährleistet, so kann in der Form eines Bundesgesetzes der Normalsatz um höchstens 1 Prozentpunkt und der reduzierte Satz um höchstens 0,3 Prozentpunkte erhöht werden.7 |
| 4 |
5 Prozent des nicht zweckgebundenen Ertrags werden für die Prämienverbilligung in der Krankenversicherung zu Gunsten unterer Einkommensschichten verwendet, sofern nicht durch Gesetz eine andere Verwendung zur Entlastung unterer Einkommensschichten festgelegt wird. |
| 1 |
Der Bund erlässt Vorschriften über einen angemessenen Finanz- und Lastenausgleich zwischen Bund und Kantonen sowie zwischen den Kantonen. |
| 2 |
Der Finanz- und Lastenausgleich soll insbesondere: |
|
a. die Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit zwischen den Kantonen verringern; |
|
b. den Kantonen minimale finanzielle Ressourcen gewährleisten; |
|
c. übermässige finanzielle Lasten der Kantone auf Grund ihrer geografischtopografischen oder soziodemografischen Bedingungen ausgleichen; |
|
d. die interkantonale Zusammenarbeit mit Lastenausgleich fördern; |
|
e. die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit der Kantone im nationalen und internationalen Verhältnis erhalten. |
| 3 |
Die Mittel für den Ausgleich der Ressourcen werden durch die ressourcenstarken Kantone und den Bund zur Verfügung gestellt. Die Leistungen der ressourcenstarken Kantone betragen mindestens zwei Drittel und höchstens 80 Prozent der Leistungen des Bundes. |
|
| 1 |
Angenommen in der Volksabstimmung vom 2. Dez. 2001 (BB vom 22. Juni 2001, BRB vom 4. Febr. 2002 - AS 2002 241; BBl 2000 4653, 2001 2387 2878, 2002 1209). |
| 2 |
Angenommen in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (BB vom 19. März 2004, BRB vom 26. Jan. 2005, BRB vom 2. Febr. 2006, - AS 2006 1057; BBl 2003 1531, 2004 1363, 2005 951). |
| 3 |
Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 2004, mit Wirkung seit 1. Jan. 2007 (BB vom 19. März 2004, BRB vom 26. Jan. 2005, BRB vom 2. Febr. 2006 - AS 2006 1057; BBl 2003 1531, 2004 1363, 2005 951). |
| 4 |
Angenommen in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (BB vom 3. Okt. 2003, BRB vom 26. Jan. 2005, BRB vom 7. Nov. 2007 - AS 2007 5765; BBl 2002 2291, 2003 6591, 2005 951). |
| 5 |
Angenommen in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (BB vom 19. März 2004, BRB vom 26. Jan. 2005, BRB vom 2. Febr. 2006, - AS 2006 1057; BBl 2003 1531, 2004 1363, 2005 951). |
| 6 |
Von dieser Kompetenz hat der Gesetzgeber Gebrauch gemacht; vgl. Art. 25 Abs. 4 des Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 (SR 641.20). Danach beträgt der Mehrwertsteuersatz 3,6 % (Sondersatz für Beherbergungsleistungen bis zum 31. Dez. 2013). |
| 7 |
Von dieser Kompetenz hat der Gesetzgeber Gebrauch gemacht; vgl. Art. 25 Abs. 1 und 2 des Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 (SR 641.20). Danach betragen die Mehrwertsteuersätze 7,6 % (Normalsatz) und 2,4 % (ermässigter Satz). |
| 8 |
Angenommen in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (BB vom 3. Okt. 2003, BRB vom 26. Jan. 2005, BRB vom 7. Nov. 2007 - AS 2007 5765; BBl 2002 2291, 2003 6591, 2005 951). |
| 9 |
Angenommen in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (BB vom 3. Okt. 2003, BRB vom 26. Jan. 2005, BRB vom 7. Nov. 2007 - AS 2007 5765; BBl 2002 2291, 2003 6591, 2005 951). |