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Schweizerische Zivilprozessordnung
1. Teil

Allgemeine Bestimmungen

9. Titel

Prozessleitung, prozessuales Handeln und Fristen

3. Kapitel

Fristen, Säumnis und Wiederherstellung

2. Abschnitt

Säumnis und Wiederherstellung


Säumnis und Säumnisfolgen


Art. 147

1 Eine Partei ist säumig, wenn sie eine Prozesshandlung nicht fristgerecht vornimmt oder zu einem Termin nicht erscheint.
2 Das Verfahren wird ohne die versäumte Handlung weitergeführt, sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt.
3 Das Gericht weist die Parteien auf die Säumnisfolgen hin.

Wiederherstellung


Art. 148

1 Das Gericht kann auf Gesuch einer säumigen Partei eine Nachfrist gewähren oder zu einem Termin erneut vorladen, wenn die Partei glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft.
2 Das Gesuch ist innert zehn Tagen seit Wegfall des Säumnisgrundes einzureichen.
3 Ist ein Entscheid eröffnet worden, so kann die Wiederherstellung nur innerhalb von sechs Monaten seit Eintritt der Rechtskraft verlangt werden.

Verfahren der Wiederherstellung


Art. 149

Das Gericht gibt der Gegenpartei Gelegenheit zur Stellungnahme und entscheidet endgültig.


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