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Schweizerische Zivilprozessordnung
2. Teil

Besondere Bestimmungen

9. Titel

Rechtsmittel

1. Kapitel

Berufung

1. Abschnitt

Anfechtbare Entscheide und Berufungsgründe


Anfechtbare Entscheide


Art. 308

1 Mit Berufung sind anfechtbar:
a. erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide;
b. erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen.
2 In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 10 000 Franken beträgt.

Ausnahmen


Art. 309

Die Berufung ist unzulässig:
a. gegen Entscheide des Vollstreckungsgerichts;
b. in den folgenden Angelegenheiten des SchKG1:
1. Aufhebung des Rechtsstillstandes (Art. 57d SchKG),
2. Bewilligung des nachträglichen Rechtsvorschlages (Art. 77 SchKG),
3. Rechtsöffnung (Art. 80-84 SchKG),
4. Aufhebung oder Einstellung der Betreibung (Art. 85 SchKG),
5. Bewilligung des Rechtsvorschlages in der Wechselbetreibung (Art. 185 SchKG),
6.2 Arrest (Art. 272 und 278 SchKG),
7.3 Entscheide, die nach SchKG in die Zuständigkeit des Konkurs- oder des Nachlassgerichts fallen.

Berufungsgründe


Art. 310

Mit Berufung kann geltend gemacht werden:
a. unrichtige Rechtsanwendung;
b. unrichtige Feststellung des Sachverhaltes.


1 SR 281.1
2 Fassung gemäss Art. 3 Ziff. 1 des BB vom 11. Dez. 2009 (Genehmigung und Umsetzung des Lugano-Übereink.), in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5601; BBl 2009 1777).
3 Eingefügt durch Art. 3 Ziff. 1 des BB vom 11. Dez. 2009 (Genehmigung und Umsetzung des Lugano-Übereink.), in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5601; BBl 2009 1777).

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