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Tierschutzverordnung
Tabelle 2
Gehege für Vögel
Gehege für Vögel

Für Gruppen bis zu n Tieren



Für jedes weitere Tiera)

Innenraum
Besondere Anforderungen


Anzahl
Freigehege
Voliereb)

Freigehege
Voliereb)
je Tierc)

Tierarten

(n)
Fläched)
m2
Fläched)
m2
Volumen
m3
Fläche
m2
Fläche
m2
Fläche
m2

1  Afrikanischer Strauss
e)
2
3
1100
1600
-
-
200 w,
800 m
-
6
1) 3) 24)
2  Nandus
e)
6
500
-
-
50
-
-
1) 3) 24)
3  Kasuare
e)
2
300
-
-
-
-
10
2) 3) 4) 24) 26)
4  Emu
e)
2
500
-
-
100
-
-
1) 3) 24) 25) 26)
5  Grosse Pinguine (ab Eselpinguin)
e)g)
12
100
45
90
3
-
3
6) 7)
6  Kleine Pinguine und Adéliepinguine
e)g)
12
60
45
90
2
-
2
6) 7) 17)
7  Pelikane
e)
4
60
-
-
10
-
3
7) 8) 12)
8  Kormorane, Schlangenhalsvogel
e)g)
6
40
20
50
2
3
-
7) 9) 10)
9  Schuhschnabel
e)g)
2
100
-
-
50
-
6
7)
10  Sattelstorch, Riesenstorch, Marabu, Goliathreiher
e)g)
2
200
80
320
50
20
5
7) 12)
11  Mittelgrosse und kleine Störche
e)
2
100
100
500
10
10
1
7) 10) 11)
12  Grosse Reiher (Graureiher)
e)
6
100
100
500
5
3
1
7) 10) 11)
13  Mittelgrosse Reiher (Kuhreiher)
e)
6
-
40
160
-
2
0,5
7) 10) 11)
14  Hammerkopf
e)
6
-
40
160
-
5
2
4) 7) 8) 10) 11)
15  Ibis, Waldrapp, Löffler
e)
12
-
40
160
-
2
0,5
7) 10) 11)
16  Rohrdommel
e)
2
-
20
50
-
2
2
4) 7) 8) 10) 11)
17  Kleine Reiher (Zwergrohrdommel)
e)
2
-
10
25
-
-
-
4) 7) 9) 10)
18  Flamingos
e)
20
250
-
-
5
-
1
7) 8) 12)
19  Grosse Kraniche (Graukraniche)
e)
2
300
-
-
150
-
6
11) 12) 14)
20  Kleine Kraniche (Jungfernkraniche)
e)
2
200
-
-
100
-
2
11) 12) 14)
21  Grosse Adler und Geier
e)
2
-
60
240
-
15
4
10) 11) 13) 14) 15)
22  Kleine Adler (Zwergadler), Fischadler, grosse
Habichte, Bussarde, Milane, kleine Geier, Weihen
e)
2
-
30
90
-
10
2
10) 11) 13) 14) 15)
23  Grosse Falken (Wander-, Gerfalke)
e)
2
-
20
60
-
4
2
4) 10) 11) 13) 14) 15)
24  Mittelgrosse Falken (Baumfalke), kleine Habichte (Sperber)
e)
2
-
15
40
-
2
1
4) 10) 11) 13) 14) 15)
25  Zwergfalke
e)
2
-
10
20
-
0,5
-
4) 9) 10) 13) 14) 15)
26  Grosse Eulen (Uhu)
e)
2
-
30
90
-
6
3
4) 10) 11) 13) 14) 15)
27  Mittelgrosse Eulen (Schleiereule)
e)
2
-
20
40
-
3
2
4) 10) 11) 13) 14) 15)
28  Kleine Eulen (Steinkauz)
e)
2
-
10
20
-
1
1
4) 9) 10) 13) 14) 15)
29  Wachteln, Coturnix japonica
h)
6
-
0,5
0,25
-
0,045
-
19) 22) 23) 27)
30  Grosspapageien (Aras und Kakadus)
e)f)
2
-
10
30
-
1
-
5) 14) 16) 18) 19) 20) 22)
31  Vögel bis Grösse Graupapageien (grosse Sittiche und Papageien)

 
2
-
0,7
0,84
-
0,1
-
14) 18) 19) 20) 21) 22)
32  Vögel bis Grösse Nymphensittiche (mittelgrosse Sittiche)

 
6
-
0,5
0,3
-
0,05
-
14) 18) 19) 20) 21) 22)
33  Vögel bis Grösse Agaporniden (Kanarien, Prachtfinken, kleine Sittiche, Agaporniden)

 
4
-
0,24
0,12
-
0,05
-
14) 19) 20) 21) 22)
für Papageienartige: 18)
34  Sumpf- und Strandvögel
e)
8
-
20
40
-
1
0,5
7) 11)
35  Raubmöwen, grosse Möwen
e)
6
30
60
240
2
2
-
7)
36  Kleine Möwen
e)
10
-
60
240
-
1
-
7)
37  Nachtschwalben, Ziegenmelker
e)
2
-
20
40
-
1
-
4) 9) 10)
38  Kolibris, Nektarvögel
e)
2
-
3
6
-
1
-
4) 10) 14) 16)
39  Quetzal, Trogons
e)
2
-
20
60
-
4
-
10) 14)
40  Grosse Nashornvögel
e)
2
-
20
60
-
-
-
10) 14)
41  Paradiesvögel
e)
2
-
20
60
-
4
-
4) 10) 14)
Anmerkungen zu Tabelle 2 (Vögel)
a)  Wenn keine Angaben in der Spalte «Für jedes weitere Tier» stehen, bedeutet dies, dass grundsätzlich nicht mehr als n Tiere gehalten werden dürfen.
b)  Wo die Gehegeabmessungen durch Mindestmasse für Grundfläche und Volumen bestimmt sind, muss die Höhe mindestens 80 % des Quotienten (Volumen/Grundfläche) betragen, wenn nichts anderes angegeben ist. Bei den Anforderungen für weitere Tiere ist das Volumen im gleichen Verhältnis wie die Grundfläche zu vergrössern.
c)  Alle Gehege müssen mindestens 4 m2 Bodenfläche aufweisen.
d)  Wenn in Tabelle 4 Mindestabmessungen für Bassins vorgeschrieben sind, muss diese Fläche zusätzlich zu den in Tabelle 2 angegebenen Flächen zur Verfügung gestellt werden.
e)  Für die private Haltung ist eine Bewilligung nach Artikel 89 notwendig.
f)  Grosse Aras: Anodorhynchus hyacinthinus, Anodorhynchus leari, Ara ambigua, Ara ararauna, Ara caninde, Ara chloroptera, Ara macao, Ara militaris, Ara rubrogenys, Cyanopsitta spixii.
  Grosse Kakadus: Cacatua alba, Cacatua galerita, Cacatua moluccensis, Cacatua ophthalmica, Calyptorhynchus funereus, Calyptorhynchus lathami, Calyptorhynchus magnificus, Probosciger aterrimus.
g)  Diese Mindestmasse gelten für am 1. September 2008 bestehende Haltungen. Bei neu eingerichteten Anlagen sind vorliegende neue Erkenntnisse bei der Festlegung der Mindestmasse einzubeziehen.
h)  Für andere Wachtelarten als Cortunix japonica gelten je nach Grösse die Mindestanforderungen nach Ziffer 31 oder 32.
Besondere Anforderungen
1)  Sandbad.
2)  Gehege müssen miteinander verbunden werden können.
3)  Anstelle eines Innenraums genügt ein Unterstand oder Stall. Dieser muss allen Tieren gleichzeitig Platz bieten, trocken bleiben und eine windgeschützte Liegefläche aufweisen.
4)  Der Art entsprechende Versteckmöglichkeiten, wie Schilf, Büsche, Boden- oder Baumhöhlen.
5)  Innengehege; Aussengehege fakultativ. Ist das Aussengehege permanent zugänglich, so können dessen Masse ans Innengehege angerechnet werden, wobei maximal ein Drittel des Innengeheges durch das Aussengehege ersetzt werden kann.
6)  Haltung innen und aussen. Haltung antarktischer und subantarktischer Arten im Sommer immer in klimatisierten Innenräumen. Im Winter Zugang zu Freigehege oder Spaziergänge («Pinguinparade»).
7)  Für Bassins siehe Tabelle 4. Auch für nicht in Tabelle 4 aufgeführte Arten ist ein angemessenes Bassin erforderlich.
8)  Badegelegenheit auch im Innengehege.
9)  Je nach der Art handelt es sich um Aussen- oder Innengehege.
10)  Aufbaummöglichkeit.
11)  Für nicht winterharte Arten muss ein Innenraum vorhanden sein.
12)  Innengehege muss an Aussengehege anschliessen.
13)  Tag- und Nachtgreife dürfen nur in nicht öffentlich zugänglichen Tierhaltungen an der Fessel gehalten werden. Greifvögel in falknerischer Haltung müssen regelmässig und ausreichend Gelegenheit zum Freiflug haben.
14)  Badegelegenheit.
15)  Volieren sind so anzulegen, dass die Vögel nicht durch das Publikum beunruhigt werden.
16)  Werden zwei Vögel gehalten, so muss das Gehege bei Bedarf unterteilt werden können.
17)  Möglichkeit zur frostfreien Haltung für kleine Pinguine in der kalten Jahreszeit.
18)  Reichlich Naturäste als Nage- und Klettermöglichkeit.
19)  Die Tiere sind in Gruppen von mindestens 2 Tieren zu halten.
20)  Die Gehege sind mit verschiedenen federnden Sitzgelegenheiten unterschiedlicher Dicke und Ausrichtung zu strukturieren, wobei ein Drittel des Volumens frei von Strukturen sein muss.
21)  In Gehegen kleiner als 2 m2 darf das Verhältnis von Länge zu Breite, bezogen auf die Mindestfläche, höchstens 2:1 betragen.
22)  Den Vögeln ist geeigneter Sand zur Aufnahme zur Verfügung zu stellen.
23  Für junge Wachteln der Art Coturnix Japonica Fläche pro Tier: bis und mit 14 Tage: 100 cm2; bis und mit 41 Tage: 300 cm2. In den beiden ersten Lebenswochen können die Küken auf Vollgitter gehalten werden, wobei das Gitter teilweise mit einem für die Küken nicht rutschigen Material abzudecken ist, auf das Futter gestreut werden kann.
24)  Ab dem 3. Lebensmonat ist über das ganze Jahr freier Zugang zu einem Auslauf oder einer Weidefläche zu gewähren.
25)  Ab dem 3. Lebensmonat muss im Gehege eine Möglichkeit zum Baden in Wasser eingerichtet sein.
26)  Unterteilbares Gehege, um den Hahn zeitweise von den Hennen trennen zu können. Der abgetrennte Bereich muss mindestens 100 m2 umfassen.
27)  Der Gitteranteil der Gehegefläche, über der die Mindesthöhe erfüllt ist, darf ab der 3. Lebenswoche maximal 50 % betragen. Mindestens die Hälfte der Gesamtfläche ist mit einem geeigneten Material (z. B. Spreu, Sägemehl) einzustreuen. Das Gehege ist mit einer Staubbadmöglichkeit, ausreichend Unterschlüpfen und für Legehennen zur ungestörten Eiablage mit einem Nest oder Unterschlupf zu versehen. Die Nester müssen mindestens 16 cm hoch sein und eine Fläche von 20×20 cm aufweisen. Sie müssen teilweise gedeckt und mit geeignetem Material eingestreut sein. Bei Gruppen über 10 Tieren müssen pro Gehege mindestens 2 Futter- und Tränkevorrichtungen vorhanden sein.


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