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Tierschutzverordnung
Tabelle 4
Bassins für Vögel
Bassins für Vögel
Für Gruppen bis zu n Tieren


Für jedes weitere Tier
Besondere Anforderungen
Tierarten
Anzahl
(n)
Fläche
m2
Tiefe
m
Fläche
m2

1  Grosse Pinguine (ab Eselpinguin)a)
12
15
2
1
1)
2  Adéliepinguinea)
12
15
2
1
1)
3  Kleine Pinguinea)
12
15
1
0,5
1)
4  Pelikane
4
50
0,75
5

 
5  Kormorane, Schlangenhalsvogel
6
40
1,25
1

 
6  Flamingos
20
100
-
0,5
2)
7  Sumpf- und Strandvögel
8
6
-
-
2)
8  Grosse Möwen
6
12
-
-

 
9  Kleine Möwen
12
6
-
-

 
Anmerkungen zu Tabelle 4 (Bassins für Vögel)
a)  Diese Mindestmasse gelten für am 1. September 2008 bestehende Haltungen. Bei neu eingerichteten Anlagen sind vorliegende neue Erkenntnisse bei der Festlegung der Mindestmasse einzubeziehen.
Besondere Anforderungen
1)  Bassin mit Steilufer und Ausstiegen.
2)  Tiefe variabel mit Wattbereich.
Reptilien
Vorbemerkungen
A.  Die Gehegegrösse muss sich, unter anderem wegen der teils enormen Unterschiede zwischen adulten und juvenilen Tieren, nach der Körperlänge bzw. der Panzerlänge (Carapax-Stockmass) des gehaltenen Individuums richten. Die Gehegegrösse ergibt sich aus der Addition der für jedes einzelne Tier bestimmten Flächen und wird in der Tabelle in der Masseinheit «Körperlänge» (KL) angegeben. Die Körperlänge bedeutet bei Echsen die Kopf-Rumpflänge, bei Schildkröten die Panzerlänge und bei Schlangen die Gesamtlänge. Werden mehrere unterschiedlich grosse Tiere zusammen gehalten, so ist die Grösse des grössten Tieres massgebend für die Berechnung. Ergibt sich rechnerisch ein höherer Wert als 2,2 m, so kann die geforderte Gehegehöhe bzw. Bassintiefe aus praktischen Gründen auf 2,2 m beschränkt werden. In diesem Fall ist die Gehegefläche proportional so zu vergrössern, dass das Mindestgehegevolumen eingehalten ist.
B.  Die besonderen Ansprüche der jeweiligen Tierart an Temperatur (Ektothermie), Luftfeuchtigkeit und Licht sind zu berücksichtigen. Genaue Informationen sind der aktuellen Terraristikliteratur und den Fachinformationen des BLV zu entnehmen.
C.  Gehege für wehrhafte Reptilien (wie Schnapp- und Geierschildkröten), giftige Reptilien (wie Krustenechsen und Giftschlangen), grosse Riesenschlangen sowie grosse Echsen sind so zu gestalten und zu betreiben, dass den Sicherheitsaspekten ausreichend Rechnung getragen wird. Die Gehege müssen mit Sicherheitsverschlüssen (Schlösser, Verschlussriegel usw.) ausgerüstet sein. In öffentlich zugänglichen Tierhaltungen müssen sie mit Sicherheitsglas sowie Schlupfkästen oder Absperranlagen versehen sein.
D.  Für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht und für die Winter- oder Trockenruhe können Tiere vorübergehend in kleineren, strukturierten Gehegen gehalten werden.
E.  Angegeben ist die Wassertiefe an der tiefsten Stelle des Bassins. Bei manchen Arten müssen zudem flachere Bereiche vorhanden sein.


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