vorheriges Kapitelerste Seite des Titelsnächstes Kapitel    [Inhalt]  SR 455.110.2 - Edition Optobyte AG

Verordnung des BLV über den Tierschutz beim Schlachten
5. Abschnitt

 Betäubung


Tierartspezifische Anforderungen an Betäubungsverfahren


Art. 15

Je nach Tierart gelten für die Betäubungsverfahren spezielle technische Anforderungen. Diese sind in den Anhängen 1-6 geregelt.

Betäubungserfolg


Art. 16

Die Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit muss eintreten:
a. sofort bei Verwendung von mechanischen Verfahren;
b. innerhalb der ersten Sekunde bei Betäubung durch elektrischen Strom.

Kontrolle des Betäubungserfolgs


Art. 17

1 Die Betreiberin des Schlachtbetriebs muss eine Person bestimmen, die für die Kontrolle des Betäubungserfolgs verantwortlich ist.
2 Die verantwortliche Person muss regelmässig den Betäubungserfolg überprüfen. Sie muss insbesondere aufgetretene Mängel sowie die anschliessend vorgenommenen Korrekturen bei der Betäubung dokumentieren. Die Aufzeichnungen sind mindestens ein Jahr lang aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzuweisen.
3 Die Kontrollmethoden sind nach Verfahren und Tierart in Anhang 1 Ziffer 3, Anhang 2 Ziffern 7 und 8, Anhang 3 Ziffer 3 sowie Anhang 4 Ziffer 5 geregelt.

Sofortmassnahmen bei ungenügender Betäubung


Art. 18

1 Sind bei einem Tier nach abgeschlossenem Betäubungsvorgang Anzeichen eines wiederkehrenden Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögens zu erkennen, so ist das Tier vor der Einleitung der Entblutung unverzüglich fachgerecht nachzubetäuben. Bei Geflügel ist auch das unverzügliche Töten zulässig.
2 Es sind geeignete Ersatzausrüstungen für den sofortigen Einsatz zur Nachbetäubung beziehungsweise zur Tötung bei Geflügel an Ort und Stelle bereit zu halten.


vorheriges Kapitelerste Seite des Titelsnächstes Kapitel    [Inhalt]  SR 455.110.2 - Edition Optobyte AG