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Finanzhaushaltverordnung
3. Kapitel

Finanzielle Führung auf Verwaltungsebene

4. Abschnitt

Kostentransparenz


Kosten- und Leistungsrechnung (KLR)


Art. 40

(Art. 40 Abs. 1-3 FHG)
1 Die KLR wird geführt:
a. als Basis-Variante mit minimalen Anforderungen für Verwaltungseinheiten, die überwiegend gesetzliche Aufgaben erfüllen, über politische Aufträge geführt werden und nur über ein geringes Ausmass an betrieblicher Autonomie verfügen;
b. als einfache KLR mit mittleren Anforderungen für Verwaltungseinheiten, die über ein gewisses Mass an betrieblicher Autonomie verfügen und weitgehend selbstständig bestimmen, wie die vorgegebenen Leistungen erbracht werden; die Leistungen müssen weitgehend klar definierbar, abgrenzbar und messbar sein;
c. als ausgebaute KLR mit hohen Anforderungen für Verwaltungseinheiten, die über eine hohe betriebliche Autonomie verfügen oder in einem erheblichen Ausmass gewerbliche Leistungen am Markt erbringen und die zur Hauptsache über Leistungen und Erlöse gesteuert werden.
2 Die Departemente bestimmen im Einvernehmen mit der Finanzverwaltung, welche KLR die Verwaltungseinheiten führen. Bei Differenzen entscheidet der Bundesrat.

Vergütungen zwischen Verwaltungseinheiten


Art. 41

(Art. 40 Abs. 4 FHG)
1 Die Finanzverwaltung kann eine zwischen Verwaltungseinheiten vereinbarte kreditwirksame Leistungsverrechnung zulassen, wenn die Leistungen:
a. betragsmässig wesentlich sind;
b. einem Leistungsbezüger zugeordnet und von diesem beeinflusst werden können; und
c. kommerziellen Charakter haben.
2 Sie nimmt die verrechenbaren Leistungen in einen zentralen Leistungskatalog auf.
3 Die Leistungen werden zu Vollkosten verrechnet. Für Unterbringungskosten wird in der Regel eine marktorientierte Miete verrechnet.


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