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Mehrwertsteuerverordnung
2. Titel

Inlandsteuer

5. Kapitel

Vorsteuerabzug

3. Abschnitt

Korrektur des Vorsteuerabzugs


Methoden zur Berechnung der Korrektur


Art. 65

(Art. 30 MWSTG)
Die Korrektur des Vorsteuerabzugs kann berechnet werden:
a. nach dem effektiven Verwendungszweck;
b. anhand von Pauschalmethoden mit von der ESTV festgelegten Pauschalen;
c. gestützt auf eigene Berechnungen.

Pauschalmethoden


Art. 66

(Art. 30 MWSTG)
Die ESTV legt namentlich Pauschalen fest für:
a. Tätigkeiten von Banken;
b. die Tätigkeit von Versicherungsgesellschaften;
c. Tätigkeiten von spezialfinanzierten Dienststellen von Gemeinwesen;
d. die Gewährung von Krediten sowie für Zinseinnahmen und Einnahmen aus dem Handel mit Wertpapieren;
e. die Verwaltung von eigenen Immobilien, für deren Versteuerung nicht nach Artikel 22 MWSTG optiert wird;
f. Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs.

Eigene Berechnungen


Art. 67

(Art. 30 MWSTG)
Stützt die steuerpflichtige Person die Korrektur des Vorsteuerabzugs auf eigene Berechnungen, so muss sie die Sachverhalte, die ihren Berechnungen zugrunde liegen, umfassend belegen sowie eine Plausibilitätsprüfung durchführen.

Wahl der Methode


Art. 68

(Art. 30 MWSTG)
1 Die steuerpflichtige Person kann zur Berechnung der Korrektur des Vorsteuerabzugs eine oder mehrere Methoden anwenden, sofern dies zu einem sachgerechten Ergebnis führt.
2 Als sachgerecht gilt jede Anwendung einer oder mehrerer Methoden, die den Grundsatz der Erhebungswirtschaftlichkeit berücksichtigt, betriebswirtschaftlich nachvollziehbar ist und die Vorsteuern nach Massgabe der Verwendung für eine bestimmte Tätigkeit zuteilt.


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