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Fahrplanverordnung
2. Abschnitt

Erstellung des Fahrplans


Ablauf des Fahrplanverfahrens


Art. 3

1 Das Verfahren zur Festlegung des Fahrplans besteht aus den folgenden Phasen:
a. Erstellung des Fernverkehrskonzepts;
b. Erstellung der Fahrpläne pro Linie;
c. provisorische Trassenzuteilung nach der Eisenbahn-Netzzugangsverordnung vom 25. November 19981 (NZV);
d. Erstellung des Fahrplan-Entwurfs;
e. definitive Trassenzuteilung nach NZV;
f. Erstellung des definitiven Fahrplans.
2 Das BAV regelt die Einzelheiten und legt die Fristen fest.

Fernverkehrskonzept


Art. 4

1 Die betroffenen Unternehmen erstellen als Grundlage für die Planung des abgeltungsberechtigten Verkehrs und für den Fahrplan-Entwurf ein gegenseitig abgestimmtes Konzept für den Fernverkehr. Sie legen es dem BAV, der Oberzolldirektion und den Kantonen vor.
2 Das Fernverkehrskonzept umfasst den schweizerischen Fernverkehr sowie den internationalen Verkehr.
3 Die Oberzolldirektion äussert sich zum grenzüberschreitenden Verkehr.
4 Das BAV und die Kantone können den Unternehmen begründete Änderungsbegehren zum Fernverkehrskonzept unterbreiten.
5 Die Unternehmen nehmen zu den Änderungsbegehren Stellung. Können sie die Begehren nicht berücksichtigen, so müssen sie dies begründen.

Fahrplan-Entwurf


Art. 5

Nach dem Entscheid der Besteller, welche Angebote in den Fahrplan aufgenommen werden, und der provisorischen Trassenzuteilung durch die Infrastrukturbetreiberinnen nach der NZV2 erstellen die Unternehmen für die Linien des Fern- und Regionalverkehrs einen Fahrplan-Entwurf.

Definitiver Fahrplan


Art. 6

Nach der definitiven Trassenzuteilung nach der NZV3 legen die Unternehmen den definitiven Fahrplan fest. Dieser ist unter Vorbehalt von Artikel 11 verbindlich.

Anhörung interessierter Kreise


Art. 7

Die Kantone hören die interessierten Kreise im Verlauf des Fahrplanverfahrens in geeigneter Weise an. Zu diesem Zweck sorgt das BAV für den Betrieb einer öffentlich zugänglichen Internetplattform.

Koordination


Art. 8

1 Die Unternehmen koordinieren ihre Fahrpläne fortlaufend untereinander und achten dabei auf die Gewährung der Anschlüsse.
2 Vor der Erstellung des Fahrplan-Entwurfs bereinigen sie ihre Fahrpläne aufgrund der Vorgaben der Besteller sowie der Eingaben des BAV, der Kantone und der Oberzolldirektion.


1 SR 742.122
2 SR 742.122
3 SR 742.122

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