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Verordnung über die Schifffahrt auf schweizerischen Gewässern
2 Verkehrsvorschriften
25a1 Fahrunfähigkeit


Art. 40a

1 Fahrunfähigkeit wegen Alkoholeinwirkung (Angetrunkenheit) gilt in jedem Fall als erwiesen, wenn eine Person, die ein Schiff führt oder sich an dessen Führung beteiligt:
a. eine Blutalkoholkonzentration von 0,50 oder mehr Gewichtspromille aufweist; oder
b. eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Blutalkoholkonzentration führt.
2 Für eine Person, die ein gewerbsmässig eingesetztes Schiff führt, an dessen Führung beteiligt ist oder einen nautischen Dienst an Bord des Schiffs ausübt, gilt Fahrunfähigkeit wegen Angetrunkenheit als erwiesen, wenn die Person:
a. eine Blutalkoholkonzentration von 0,10 oder mehr Gewichtspromillen aufweist; oder
b. eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen führt.
3 Als qualifizierte Angetrunkenheit gilt eine Blutalkoholkonzentration von 0,80 Gewichtspromille oder mehr.
4 Fahrunfähigkeit wegen Betäubungsmitteleinwirkung gilt als erwiesen, wenn die Messwerte im Blut einer Person die folgenden Grenzwerte erreichen oder überschreiten:
a. Tetrahydrocannabinol (Cannabis) 1,5 µg/l
b. freies Morphin (Heroin/Morphin) 15 µg/l
c. Kokain 15 µg/l
d. Amphetamin 15 µg/l
e. Methamphetamin 15 µg/l
f. MDEA (Methylendioxyethylamphetamin) 15 µg/l
g. MDMA (Methylendioxymethylamphetamin) 15 µg/l
5 Für Personen, die nachweisen können, dass sie eine oder mehrere der in Absatz 4 aufgeführten Substanzen gemäss ärztlicher Verschreibung einnehmen, gilt Fahrunfähigkeit nicht bereits beim Nachweis dieser Substanzen als erwiesen.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 15. Jan. 2014, in Kraft seit 15. Febr. 2014 (AS 2014 261).

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