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Strahlenschutzgesetz
4. Kapitel

Haftpflicht1


Haftpflicht


Art. 39

1 Wer Einrichtungen betreibt oder Tätigkeiten ausübt, die eine Gefährdung durch ionisierende Strahlen mit sich bringen, haftet für die dadurch verursachten Schäden, sofern er nicht nachweist, dass er alle Sorgfalt zur Vermeidung des Schadens aufgewendet hat.
2 Mehrere Haftpflichtige gemäss Absatz 1 haften solidarisch.
3 Für Nuklearschäden, die durch Kernanlagen oder durch den Transport von Kernmaterialien verursacht werden, bleibt das Kernenergiehaftpflichtgesetz vom 18. März 19832 vorbehalten.

Verjährung von Haftpflichtansprüchen


Art. 40

Die Ansprüche auf Schadenersatz oder Genugtuung aus Schäden, die durch ionisierende Strahlen verursacht worden sind und nicht unter das Kernenergiehaftpflichtgesetz vom 18. März 19833 fallen, verjähren drei Jahre nachdem der Geschädigte Kenntnis vom Schaden und von der Person des Ersatzpflichtigen erlangt hat, in jedem Fall aber 30 Jahre nach dem Aufhören der schädigenden Einwirkung.


1 Berichtigt von der Redaktionskommission der BVers [Art. 33 GVG - AS 1974 1051].
2 SR 732.44
3 SR 732.44

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