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(Einzelkulturbeitragsverordnung, EKBV)
vom 23. Oktober 2013 (Stand am 1. Januar 2020)
Der Schweizerische Bundesrat,
gestützt auf die Artikel 54 Absatz 2, 55 Absatz 2, 170 Absatz 3 und 177 Absatz 1 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 19981,2
verordnet:
1. Abschnitt

3 Einzelkulturbeiträge


Zu Beiträgen berechtigende Flächen


Art. 1

1 Einzelkulturbeiträge werden für Flächen mit den folgenden Kulturen ausgerichtet:
a. Raps, Sonnenblumen, Ölkürbisse, Öllein, Mohn und Saflor;
b. Saatgut von Kartoffeln, Mais, Futtergräsern und Futterleguminosen;
c. Soja;
d. Ackerbohnen, Eiweisserbsen und Lupinen zu Futterzwecken;
e. Zuckerrüben zur Zuckerherstellung.
2 Einzelkulturbeiträge werden auch für angestammte Flächen in der ausländischen Grenzzone nach Artikel 17 Absatz 2 der Landwirtschaftlichen Begriffsverordnung vom 7. Dezember 19984 (LBV) ausgerichtet.
3 Keine Beiträge werden ausgerichtet für:
a. Flächen ausserhalb der landwirtschaftlichen Nutzfläche;
b. Parzellen oder Parzellenteile mit hohem Besatz an Problempflanzen, insbesondere Blacken, Ackerkratzdisteln, Quecken, Flughafer, Jakobs-Kreuzkraut und invasive Neophyten;
c. Flächen mit Raps, Sonnenblumen, Ölkürbissen, Öllein, Mohn, Saflor, Soja, Ackerbohnen, Eiweisserbsen und Lupinen, die vor ihrem Reifezustand oder nicht zur Körnergewinnung geerntet werden;
d. Flächen mit Ölkürbissen, die nicht auf dem Feld ausgedroschen werden;
e. Ackerschonstreifen nach Artikel 55 Absatz 1 Buchstabe j der Direktzahlungsverordnung vom 23. Oktober 20135 (DZV).

Höhe der Beiträge


Art. 2

Der Einzelkulturbeitrag beträgt pro Hektare und Jahr für:

Franken

a.  Raps, Sonnenblumen, Ölkürbisse, Öllein, Mohn und Saflor

700

b.  Saatgut von Kartoffeln und Mais

700

c.  Saatgut von Futtergräsern und Futterleguminosen

1000

d.  Soja

1000

e.  Ackerbohnen, Eiweisserbsen und Lupinen zu Futterzwecken sowie Mischungen nach Artikel 6b Absatz 2

1000

f.  Zuckerrüben zur Zuckerherstellung

2100

f.  Zuckerrüben zur Zuckerherstellung

1800


Koordination mit Direktzahlungen der Europäischen Union


Art. 3

1 Können einem Bewirtschafter oder einer Bewirtschafterin die Direktzahlungen der Europäischen Union (EU) für angestammte Flächen in der ausländischen Grenzzone nicht nach Artikel 54 Absatz 1 DZV6 von den Direktzahlungen abgezogen werden, so werden sie von den Einzelkulturbeiträgen abgezogen.
2 Für die Berechnung der Abzüge sind die Direktzahlungen der EU massgebend, die für das Vorjahr ausgerichtet wurden.


1 SR 910.1
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 21. Sept. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3943).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 21. Sept. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3943).
4 SR 910.91
5 SR 910.13
6 SR 910.13

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