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Tierseuchenverordnung
3. Titel

Bekämpfungsmassnahmen

3. Kapitel

Auszurottende Tierseuchen

10a. Abschnitt

1 Besnoitiose


Geltungsbereich und Diagnose


Art. 189a

1 Die Vorschriften dieses Abschnitts gelten für die Bekämpfung der Besnoitiose bei Rindern.
2 Besnoitiose liegt vor, wenn:
a. die serologische Untersuchung einen positiven Befund ergeben hat; oder
b. im Untersuchungsmaterial Besnoitia besnoiti nachgewiesen wurde.
3 Das BLV erlässt Vorschriften technischer Art über die Entnahme und Untersuchung von Proben.

Überwachung


Art. 189b

Rinder, die aus Gebieten importiert werden, in denen Besnoitiose endemisch vorkommt, müssen serologisch auf Besnoitiose untersucht werden.

Verdachtsfall


Art. 189c

1 Bei Verdacht auf Besnoitiose ordnet der Kantonstierarzt über den betroffenen Bestand bis zur Widerlegung des Verdachts die einfache Sperre 1. Grades an.
2 Der Verdacht gilt als widerlegt, wenn die serologische Untersuchung aller Rinder im betroffenen Bestand einen negativen Befund ergeben hat.

Seuchenfall


Art. 189d

1 Der Kantonstierarzt verhängt bei Feststellung von Besnoitiose die einfache Sperre 1. Grades über den verseuchten Bestand.
2 Ausserdem ordnet er an, dass:
a. alle Rinder des Bestandes serologisch auf Besnoitiose untersucht werden;
b. die verseuchten und verdächtigen Tiere ausgemerzt werden.
3 Er hebt die Sperre auf, nachdem:
a. alle Tiere des Bestandes ausgemerzt worden sind; oder
b. die verseuchten und verdächtigen Tiere ausgemerzt worden sind und eine serologische Untersuchung aller übrigen Tiere des Bestandes einen negativen Befund ergeben hat.
4 Die Untersuchung nach Absatz 3 Buchstabe b darf frühestens 21 Tage nach Ausmerzung des letzten verseuchten oder verdächtigen Tieres erfolgen.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 20. Juni 2014, in Kraft seit 1. Aug. 2014 (AS 2014 2243).

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