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Tierseuchenverordnung
3. Titel

Bekämpfungsmassnahmen

4. Kapitel

Zu bekämpfende Seuchen

2. Abschnitt

Leptospirose


Geltungsbereich


Art. 213

Die Vorschriften dieses Abschnitts gelten für die Bekämpfung der Leptospirosen bei Rindern und Schweinen.

Meldepflicht und erste Massnahmen


Art. 214

1 Jeder Tierarzt ist verpflichtet, Verdacht auf Leptospirose abzuklären.
2 Das Untersuchungslaboratorium meldet serologisch oder bakteriologisch positive Befunde (Ausnahme: Serovar hardjö) dem Kantonstierarzt.
3 Die übrigen Bestimmungen der Artikel 61-64 finden keine Anwendung.
4 Der Kantonstierarzt meldet den Ausbruch von Leptospirose dem Kantonsarzt.

Seuchenfall


Art. 215

1 Der Kantonstierarzt ordnet bei der Feststellung von Leptospirose im verseuchten Bestand an:
a. die Absonderung der verseuchten Tiere;
b. die Schlachtung der verseuchten Tiere, wenn damit die Verbreitung der Seuche verhindert werden kann;
c. von Fall zu Fall Schutzimpfungen oder Behandlungen.
2 Er sorgt dafür, dass das Personal, welches mit der Schlachtung von Tieren aus verseuchten Beständen betraut ist, über die Ansteckungsgefahr für den Menschen orientiert wird.

Entschädigung


Art. 216

Tierverluste nach Artikel 32 Absatz 1 Buchstaben a und b TSG werden nicht entschädigt.


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