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SR 510.512

Verordnung über die Schiessanlagen für das Schiesswesen ausser Dienst
6. Abschnitt

Besondere Schiessanlässe und Schiessanlagen


Nachtschiessen


Art. 22

Bevor auf Schiessanlagen Nachtschiessen durchgeführt werden, erteilt der zuständige eidgenössische Schiessoffizier schriftliche Empfehlungen über die Sicherheitsvorkehrungen.

Anlagen für sonstige Schiesstätigkeit


Art. 23

1 Die Genehmigung und Kontrolle von Anlagen, die nicht dem Schiesswesen ausser Dienst zur Verfügung stehen, wie Vorderlader-, Kleinkalibergewehr-, Armbrust-, Druckluft-, Dynamic-Shooting- und Jagdschiessanlagen, fällt in den Zuständigkeitsbereich der Kantone.
2 Die zuständige Behörde kann zu Lasten der Auftraggeberin oder des Auftraggebers bei der USS eine Sachverständige oder einen Sachverständigen zur Begutachtung beiziehen.
3 Wird eine Anlage für sonstige Schiesstätigkeit in eine Schiessanlage nach Artikel 1 Absatz 1 integriert, ist die Abnahme durch den zuständigen eidgenössischen Schiessoffizier vorzunehmen.
4 Für die Beurteilung der Sicherheit in Anlagen für sonstige Schiesstätigkeit sind die Vorschriften der USS anwendbar.

Feldmässige Schiessanlagen


Art. 24

Werden Schiessen mit Ordonnanzwaffen und Ordonnanzmunition ausserhalb der anerkannten Schiessanlagen durchgeführt, ist der zuständige eidgenössische Schiessoffizier zur Begutachtung und Genehmigung des Schiessgeländes und zur Abnahme der Einrichtungen beizuziehen. Die entsprechenden Kosten fallen zu Lasten des Bundes.

Teilweise oder ganz geschlossene sowie unterirdische 300-m-Schiessanlagen


Art. 25

1 Die sicherheitstechnischen und baulichen Anforderungen für teilweise oder ganz geschlossene sowie für unterirdische 300-m-Schiessanlagen werden durch den eidgenössischen Schiessanlagenexperten oder die eidgenössische Schiessanlagenexpertin im Einzelfall bestimmt.
2 Die Gruppe Verteidigung kann, insbesondere wenn die Schiessanlage den sicherheitstechnischen Anforderungen genügt und dem Schiessverein keine andere zumutbare Schiessanlage zur Verfügung steht, auf Gesuch hin die Durchführung von Bundesübungen auf einer solchen Anlage bewilligen.

Scheibenstellung auf kürzere Distanzen


Art. 26

Werden bei einer 300-m-Schiessanlage Schiessstellungen zwischen Schützenhaus und Scheibenstand benutzt, so muss die Bewilligung des zuständigen eidgenössischen Schiessoffiziers eingeholt werden.

Abweichung in besonderen Fällen


Art. 27

Ergeben sich in Bezug auf die Sicherheit des Um- und Hintergeländes einer Schiessanlage besondere Verhältnisse, namentlich wegen topografischen oder raumplanerischen Gegebenheiten, können der eidgenössische Schiessanlagenexperte oder die eidgenössische Schiessanlagenexpertin und die eidgenössischen Schiessoffiziere bei der Begutachtung im Einzelfall mit Begründung von den Bestimmungen dieser Verordnung abweichen. Soweit Abweichungen lärmtechnisch oder raumplanerisch von Bedeutung sein könnten, sind sie den kantonalen Fachstellen zu unterbreiten.

Nationalstrassen


Art. 28

Über die Zulässigkeit der Errichtung oder der weiteren Benützung von Schiessanlagen längs der Nationalstrassen und das Überschiessen von solchen Strassen entscheidet der eidgenössische Schiessanlagenexperte oder die eidgenössische Schiessanlagenexpertin aufgrund der Beschaffenheit des Geländes und der besonderen Verhältnisse.


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