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SR 512.312

Verordnung des VBS über die Schiesskurse
7. Abschnitt

Verbliebenenkurse


Teilnehmer


Art. 26

Schiesspflichtige, welche die vorgeschriebenen Mindestleistungen des obligatorischen Programms nicht erreicht haben, müssen einen Verbliebenenkurs auf Distanz 300 m absolvieren.

Durchführung


Art. 27

Die Verbliebenenkurse werden innerhalb der eidgenössischen Schiesskreise durchgeführt. Sie stehen unter der Verantwortung des zuständigen eidgenössischen Schiessoffiziers, der für die ordnungsgemässe Durchführung sorgt.

Zeitliche Festlegung und Ort


Art. 28

Die Verbliebenenkurse sind bis spätestens am 31. März des nachfolgenden Jahres auf zentral gelegenen Schiessanlagen innerhalb der eidgenössischen Schiesskreise durchzuführen. Der zuständige eidgenössische Schiessoffizier bestimmt Ort und Zeit der Kurse.

Aufgebot der Kursteilnehmer


Art. 29

Die kantonalen Militärbehörden bieten die Verbliebenen mit Marschbefehl auf.

Sold und Anrechnung an die Ausbildungsdienstpflicht


Art. 30

Der Verbliebenenkurs wird gemäss Artikel 38 Absatz 1 der Verordnung vom 29. November 19951 über die Verwaltung der Armee besoldet und an die Ausbildungsdienstpflicht angerechnet.

Nichteinrücken


Art. 31

Nicht eingerückte Verbliebene sind durch den Kurskommandanten der Militärbehörde des Wohnkantons zu melden.

Militärstrafrecht


Art. 32

1 Die Verbliebenen unterstehen dem Militärstrafrecht.
2 Der Kurskommandant verfügt über die Disziplinarstrafgewalt nach der Militärstrafgesetzgebung.

Meldung bei mangelnder Schiessfertigkeit


Art. 33

Die Leitung der Verbliebenenkurse meldet der Gruppe Verteidigung Schiesspflichtige, deren mangelnde Schiessfertigkeit offensichtlich oder vermutlich auf gesundheitliche Ursachen zurückzuführen ist. Es gelten die Bestimmungen nach Artikel 25.


1 SR 510.301

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