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SR 520.1

Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
2. Titel

Bevölkerungsschutz

1. Kapitel

Zweck, Zusammenarbeit und Pflichten Dritter


Zweck


Art. 2

Zweck des Bevölkerungsschutzes ist es, die Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen bei Schadenereignissen von grosser Tragweite (Grossereignis), Katastrophen, Notlagen und bewaffneten Konflikten zu schützen, zur Begrenzung und Bewältigung von Schadenereignissen beizutragen und entsprechende Massnahmen zur Vorsorge zu treffen.

Führungsorgane, Partnerorganisationen und Dritte


Art. 3

1 Die Führungsorgane, Partnerorganisationen und Dritte arbeiten im Rahmen des Bevölkerungsschutzes in der Vorsorge und der Ereignisbewältigung zusammen.
2 Als Partnerorganisationen arbeiten zusammen:
a. die Polizei zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung;
b. die Feuerwehr zur Rettung und zur Sicherstellung der Schadenwehr;
c. das Gesundheitswesen, einschliesslich des sanitätsdienstlichen Rettungswesens, zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung;
d. die technischen Betriebe, insbesondere zur Gewährleistung der Verfügbarkeit von unverzichtbaren Gütern und Dienstleistungen für die Bevölkerung;
e. der Zivilschutz zum Schutz und zur Rettung der Bevölkerung, zur Betreuung schutzsuchender Personen sowie zur Führungsunterstützung und zur Unterstützung der anderen Partnerorganisationen.
3 Zur Vorsorge und Ereignisbewältigung können weitere Stellen und Organisationen beigezogen werden, insbesondere:
a. Behörden;
b. Unternehmen;
c. Nichtregierungsorganisationen.

Zusammenarbeit


Art. 4

Der Bund, die Kantone und die weiteren Stellen und Organisationen arbeiten zur Erfüllung der Aufgaben nach diesem Gesetz im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zusammen, insbesondere in den Bereichen:
a. konzeptionelle Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes;
b. Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefährdungen (ABC-Schutz);
c. Alarmierungs- und Kommunikationssysteme für den Bevölkerungsschutz;
d. Information von Behörden und Bevölkerung;
e. Ausbildung, Forschung und internationale Zusammenarbeit.

Pflichten Dritter


Art. 5

Jede Person ist verpflichtet, die Alarmierungsanordnungen und die Verhaltensanweisungen der dafür zuständigen Stellen zu befolgen.


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