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SR 520.11

Verordnung über den Zivilschutz
Anhang 4
(Art. 99 Abs. 1)


Pauschalbeitrag zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Schutzanlagen für den bewaffneten Konflikt
1. Jährliche Pauschalbeiträge für Schutzanlagen - Beitragsstufen
Beitragsstufe
Schutzanlagentyp
Pauschalbeitrag in Fr.
1
-  BSA II*
-  BSA II
-  BSA III
-  Kleine geschützte Sanitätsstellen ohne Not-stromversorgung 1)
2550.-
2
-  KP I
-  KP II
-  KP IIred
-  BSA I*
-  BSA I
-  KP IIred/BSA II*
-  KP IIred/BSA II
-  KP IIred/BSA III
3000.-
3
-  KP I/BSA I*
-  KP I/BSA I
-  KP I/BSA II*
-  KP I/BSA II
-  KP II/BSA I*
-  KP II/BSA I
-  KP II/BSA II*
-  KP II/BSA II
-  KP II/BSA III
-  Regierungs-KP 2)
3500.-
4
-   GST
4400.-
5
-   GH 2) 3)
-  KP I (KP II) / BSA I* (BSA I) / GST
-  KP I (KP II) / GST
-  BSA I* (BSA I) / GST
5800.-

 

 

 
2. Legende
BSA:  Bereitstellungsanlagen
KP:   Kommandoposten
GST:   geschützte Sanitätsstelle
GH:   geschütztes Spital
red:   reduziert (kleiner)
*:  «Stern» (grösser)
1)   Ehemalige Sanitätsposten (San Po), die als kleine geschützte Sanitätsstellen verwendet werden.
2)  Bei flächenmässig doppelt so grossen Schutzanlagen wird der jährliche Pauschalbeitrag um den Faktor 1,5 erhöht.
3)  Bei flächenmässig dreimal so grossen Schutzanlagen wird der jährliche Pauschalbeitrag um den Faktor 2 erhöht.

 

 
3. Definitionen
3.1  KP I: Ausgelegt für kantonale und regionale Führungsorgane des Bevölkerungsschutzes. Personalbestand 70-80 Personen.
3.2  KP II: Ausgelegt für autonome Einsatzelemente in geografisch abgelegenen Gebieten, Führungsstandort des Zivilschutzes für den Einsatz oder für die Weiterbildung. Personalbestand 55 Personen.
3.3  KP II red: Ausgelegt für autonome Einsatzelemente in geografisch abgelegenen Gebieten, Führungsstandort des Zivilschutzes für den Einsatz oder für die Weiterbildung. Personalbestand 30 Personen.
3.4  BSA / Bereitstellungsanlagen: Logistikbasen des Zivilschutzes. Diese dienen der geschützten Unterbringung des Personals und Materials der Einsatzformationen des Zivilschutzes, insbesondere der Angehörigen der Technischen Hilfe, und werden in der Regel als Einrückungs-, Organisations- und Führungsstandort für den Einsatz oder die Durchführung von Wiederholungskursen genutzt.
3.5  BSA I*: Ausgelegt für Personal und Material für 3-4 Pionierzüge; Personalbestand 170 Personen.
3.6  BSA I: Ausgelegt für Personal und Material für 2-3 Pionierzüge; Personal-bestand 130 Personen.
3.7  BSA II*: Ausgelegt für Personal und Material für 1-2 Pionierzüge; Personalbestand 80 Personen.
3.8  BSA II: Ausgelegt für Personal und Material für 1 Pionierzug; Personalbestand 45 Personen.
3.9  BSA III: Ausgelegt für 1 Pionierzug; Personalbestand 30 Personen; grundsätzlich in Kombination mit KP II und KP IIred sowie Schutzraum.
3.10  GST sind Erweiterungen der Logistikbasen des Zivilschutzes und dienen zur geschützten Unterbringung von Einsatzformationen des Zivilschutzes, die nicht in Bereitstellungsanlagen untergebracht werden können, insbesondere von Angehörigen der Betreuung. Sofern sie in das Katastrophen- und Notfalldispositiv der Kantone eingebunden sind und über genügend ausgebildetes Personal verfügen, das den Betrieb sicherstellen kann, können sie als Betreustellen zur vorübergehenden Unterbringung von schutzsuchenden Personen, als geschützte Arztpraxen, als Ergänzung zu Notfalltreffpunkten usw. benutzt werden. Im Fall eines bewaffneten Konflikts können sie zur Ergänzung und Verstärkung des Gesundheitswesens gebraucht werden.
3.11  GH können bei Katastrophen und in Notlagen zur Ergänzung der Betteninfrastruktur von Spitälern beigezogen werden, sofern sie entsprechend ausgerüstet und ins Katastrophendispositiv der Kantone eingebunden sind sowie über genügend ausgebildetes Personal verfügen, das den Betrieb sicherstellen kann.

 


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