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SR 732.143.1

Verordnung über die Anforderungen an das Personal von Kernanlagen
6. Kapitel

Wiederholungsschulung und Weiterbildung


Inhalt


Art. 35

1 Der Bewilligungsinhaber sorgt während der gesamten Betriebsdauer für einen hohen Ausbildungsstand seines Personals und die Förderung eines ausgeprägten Sicherheitsbewusstseins. Dabei werden je nach Aufgabe Anlageänderungen, die zunehmende Erfahrung aus dem Betrieb von in- und ausländischen Kernkraftwerken und aus Notfallübungen, Erkenntnisse aus probabilistischen Sicherheitsanalysen (PSA) sowie der Fortschritt von Wissenschaft und Technik berücksichtigt.
2 Beim zulassungspflichtigen Personal von Kernkraftwerken umfasst die Wiederholungsschulung und Weiterbildung mindestens:
a. eine periodische Wiederholungsschulung zu wichtigem Grundwissen;
b. eine periodische Weiterbildung über Änderungen von Anlage und Vorschriften;
c. periodische Übungen am Schulungssimulator in einem Umfang, der sicherstellt, dass das Personal alle sicherheitsrelevanten Störfälle und Betriebssituationen beherrscht;
d. die Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.
3 Beim zulassungspflichtigen Personal von Forschungsreaktoren umfassen sie mindestens:
a. eine periodische Wiederholungsschulung zu wichtigem Grundwissen;
b. eine periodische Weiterbildung über Änderungen von Anlage und Vorschriften;
c. die Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.
4 Bei Anlagenoperateuren und Anlagenoperateurinnen sowie beim Instandhaltungspersonal umfassen sie mindestens:
a. eine periodische Wiederholungsschulung zu wichtigem Grundwissen;
b. eine periodische Weiterbildung über Änderungen von Anlage und Vorschriften;
c. die Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.
5 Beim übrigen technisch-wissenschaftlichen Personal umfassen sie mindestens:
a. das aktive Verfolgen des Standes von Wissenschaft, Technik und Regelwerk;
b. eine periodische Wiederholungsschulung zu wichtigem Grundwissen;
c. eine periodische Weiterbildung über Änderungen von Anlage und Vorschriften;
d. die Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.
6 Beim leitenden Personal umfassen sie mindestens:
a. das aktive Verfolgen des Standes von Wissenschaft, Technik und Regelwerk;
b. eine periodische Weiterbildung über Änderungen von Anlage und Vorschriften;
c. die Förderung von Führungskompetenzen;
d. die Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.
7 Das ENSI wird beauftragt, die detaillierten Anforderungen an die Wiederholungsschulung und Weiterbildung in einer Richtlinie zu regeln.1

Lernzielkontrolle


Art. 36

Der Bewilligungsinhaber hat bei der für die nukleare Sicherheit erforderlichen Ausbildung, Wiederholungsschulung und Weiterbildung das Erreichen der Lernziele personenbezogen zu kontrollieren.


1 Fassung gemäss Anhang Ziff. 14 der V vom 12. Nov. 2008 über das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (SR 732.21).

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